Luberon

Von Avignon fahren wir in das südöstlich angrenzende Luberon.

Auf dem Campingolatz in Bonnieux wohnt auch diese Heuschrecke.

Im nahen Goult gibt es die ‘Fete du Miele’ mit allerlei Honig und Honigprodukten (wie beispielsweise fabelhaftem Eis).

In Gordes hocke ich eine Weile am Brunnen vor dem Schloß und gucke Häuser.

Vom Campingplatz kann man die kleinen Berge hinauf durch Flaumeichen laufen.

Da es sehr heiß ist, kann ich die Familie mit einem Badeversprechen zu römischen Brücke ‘Pont Julien’ locken. Das Flußbett ist dann aber bis auf ein paar Pfützen mit Fröschen drin ausgetrocknet.

Daher fahren wir nach ‘Fontain de Vaucluse’. Man kann im Schatten großer Bäume in der Sorgue waten – sie entspringt hier direkt aus den Felsen und hat konstant 12-13 Grad. Ein Feigenbaum hängt schräg über dem Wasser.

Zum Baden fahren wir an einen kleinen See, der ‘Etang de la Bonde’. Am Strand haben viele Leute pneumatisches Badegetier, am ‘Buvett’ gibt es ‘Glaces _ Sandwiches _ Cafè, Boissons Chaudes et Fraudes’

Zum Spaziergang nach Bonnieux, beim Campingplatz, nehmen wir Wasser mit.

Es ist allerdings auch nicht schwer, Geschäfte zu finden, die andere Getränke verkaufen.

Am Morgen der Abreise vom Camping zeichen ich in Bonnieux den Platz mit der alten Olivenölpresse, bis der Supermarkt auf hat.

Auf einem Brunnenrand finde ich diesen toten Käfer.

In Apt ist Samstag Vormittag Markt – um Eins bauen die Marktmenschen ihre Stände ab.

Avignon

Wir verbringen 2 Tage in Avignon. Es ist Theaterfestival und entsprechend buntes Gedränge.

Am ‘unteren’ Ende der Rue des Teintures ist es endlich ein wenig ruhiger, man kann auf der Mauer zum Bach verweilen. Ab und zu kommen Leute und schauen dem Mühlrad zu, dass sich tatsächlich dreht.

Cafes sind gut besucht, dauernd bekommt man Flyer in die Hand gedrückt und überall hängen Plakate.

Mit dem Bus fahren wir Abends über die Rhone und den Berg hinauf nach Les Angels, wo unser Hotel ist.

Am nächsten Tag laufen wir noch ein wenig rum, bevor wir weiter, ins Luberon fahren.

Bushaltestelle Albrechtstrasse

Am Rathaus Steglitz ist gegenüber des Bahnhofes die ehemalige Haltestelle ‘Albrechtstrasse’ der 1985 eingestellten Autobahnbuslinie A85. Unter der auskragenden Betonstruktur parken an der Düppelstrasse einige Mieträder. Hinter der Haltestelle lagert unter der Autobahn diverse Marktausrüstung und parken Autos.

Die Haltestelle an der anderen Seite, zwischen Autobahn und S-Bahn sieht genau so aus.

Über der Albrechtstrasse hängt unter der Autobahn noch das Hinweisschild zum Queens Club, der sich irgendwann nach der Stilllegung der Buslinie in die Betonstruktur eingenistet hat. Die schwarze Blechtür mit Klingelknopf daneben ist mit Graffiti versehen, dass Schild darüber halb übermalt.

Während ich meine Zeichensachen wegpacke kommt ein Typ, guckt sich um und pisst ungeniert und ergiebig an die Wand, direkt neben der Tür. Von hinter mir ertönt Protest, er behauptet, da sei ein Gulli, also kein Problem. Die beiden Männer, die von mir bisher unbemerkt hinter dem Altkleidercontainer mit Bierdosen auf Klappstühlen sitzen meinen, da sei kein Gulli, das wüssten sie. In der Tat sehe ich keinen, das Urin bildet schon einen kleinen Bach. Der Pinkler besteht nicht weiter auf den Gulli und erläutert immer noch pissend wie überraschend stark sich sein Blasendruck erhöhe, wenn er Bier trinkt.

Pula

Im Garten unserer Ferienwohnung in Pula (in Istrien) wachsen Pflaumen, Äpfel, Feigen, Oliven und Granatäpfel (die ich hier zum ersten Mal wachsen sehe).

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An einem Morgen trinke ich Kaffee an einem Café an einer Strassenecke, am Abend einen Wein mit Blick durch einen Ihrer Bögen in die Arena.

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Am Strand von Pula wachsen hohe Pinien. Etwas weiter südlich ist die Halbinsel Kamanjak mit niedrigen Kiefern bewachsen, die dem Wind folgend alle landwärts lehnen. Dazwischen sitzen wir im Schatten und schauen den felsigen Hang hinunter auf das Meer, oder schwimmen darin.

Am Kai direkt bei der Altstadt liegen die Fischerboote. Am Vormittag kommen sie an und laden Ihren Fang in an der Mole parkende Kühllaster.

Zubatac – Zahnbrasse – heißt ein Schiff. Im Hafenbecken schwimmen um deren hölzernen Rumpf jede Menge Meeräschen, 30-40 cm lang. Im Hafen darf man nicht fischen.

Einer der Matrosen spricht deutsch, er bietet mir eine Tüte Makrelen. Ich habe gerade nichts zum kühlen – die Ferienwohnung ist ein gutes Stück weg. Er erzählt vom Fischen, es sei schwere Arbeit, er habe kein Geld, nur Fische.

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Am Abend gehe ich in den Tempel am Forum – in einer Vitrine ist eine schöne kleine römische Löwenfigur ausgestellt. Später gibt es in der Arena ein ‘Spectaculum Antica’, auch mit Löwen. Und Gladiatoren.

Velebit

Wir verbringen einige Tage im mittleren Teil des Kroatischen Velebit Gebirges, auf dem wunderbaren Kamp Velebit.

Auf einer Wanderung über sie 3 Spitzen der ‘Hausberge’ des Kamp rasten wir zwischen den Kuppen in einem niedrigen Wäldchen auf der ‘Landseite’ des verbindenden Grates. Weiter, von der Kuppe ‘Kuk od Karline Plane’ blickt man weit ins Gebirge oder sieht die Adria mit den vorgelagerten Inseln.

Wieder unten sitze ich an der Reihe knorriger Buchen, die das Kamp nach Norden begrenzt. Dahinter Schafsweiden vor den steil zum Ljubieko Brdo ansteigenden Hängen.

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Der Camingplatz hat eine kleine Küche im Waschhaus – dieses wird fast durchgehend dezent mit einem geschmackvollen Mix aus meist klassischer Musik beschallt. Zum Meer fährt man 30 min die Passtrasse hinab, zu einer schönen Kiesbucht in Karlobag.

Einige Kilometer nördlich erreicht man vom schönen Ort Jablanac nach 20 min Fußweg die tief eingeschnittene Bucht Zavratnica. Die Felsen fallen seitlich steil ab ins tiefe klare Wasser, am Ende gibt es einen flachen Kiesstrand. Motorboote ankern für Badeaufenthalte in der Bucht, Menschen springen von Felsen ins tiefe Wasser oder schnorcheln am Strand.

Bratislava

Zu Beginn unseres Urlaubes verbringen wir einen Tag in Bratislava.

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Wir spazieren durch die Altstadt. Immer, wenn die Familie in Souvenier- oder Essensgeschäften verschwindet, zeichne ich irgendwas auf der Strasse davor.

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Nachmittags geht es zur Burg, erst in den Garten, dann in die in den 1950er/60er Jahren nach Brandzerstörung im Jahr 1811 weideraufgebaute Burg. Es gibt unterschiedliche Austellungen, ganz oben frühgeschichtliche Funde.

Von den die Burg umgebenden Befestigungsanlagen blicken wir und viele andere Touristen über die Stadt und die Donau.

Abdullah Ibrahim

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Früher besaß ich mal eine (Vinyl)-LP von Dollar Brand. Ich wurde kein Fan, dazu war mir die Musik zu zurückgenommen und ‘old school’, dennoch habe ich sie manchmal sehr genossen.

Nun kam Abdullah Ibrahim (wie er heute heisst) mit dem Septett Ekaya zum Wassermusik-Festival am HKW.

Auf seinem Flügel platzierte Ibrahim eine A4-Kladde mit einem kleinen Blumenmotiv auf dem Umschlag. Er öffnete sie später und schaute auch hin und wieder drauf, Noten waren es nicht, sondern mit Handschrift ausführlich gefüllte Seiten.

Auch wenn es immer noch nicht ‘meine Musik’ ist, berührte mich der entspannte und perfektionistische Auftritt.