Puppentheatermuseum

Endlich schaffe ich es in das Puppentheatermuseum Berlin in der Neukoellner Karl-Marx-Strasse – auf 2 Etagen hängen Theaterpuppen, alles ‘echte’, dh. aus realem Theatereinsatz stammend und zusammengetragen vom 2018 verstorbenen Gründer, Sammler und Puppenspieler Nikolaus Hein. Ein tolles, lebendiges Museum!

Ich nehme mir erst einen Teufel, und dann einen Kasper (den von der Bühne ‘Richter’s Marionettentheater’, 2te. Hälfte 19.Jhdt) vor.

Finally I make it to the Puppentheatermuseum Berlin in the Neukoellner Karl-Marx-Strasse – on 2 floors there are theatre puppets on display, all ‘real’, from theatre use and compiled by the founder, collector and puppeteer Nikolaus Hein, who died in 2018. A great, lively museum!

I draw a devil , and then a Kasper (this from the stage ‘Richter’s Marionettentheater’, 2nd half 19th century).

 

Faustkämpfer

Meine Lieblingsfigur in der Abgusssammlung – ein Abguss einer römischen Kopie eines frühhellenistischen Originals (und hier ein digitales Abbild einer das Objekt willkürlich beschneidenden Tuschezeichnung des Abgusses).

Der bärtige Mann trägt als Kleidung lediglich Unterarmbandagen und Schlagringe. Er sitzt erschöpft und abgeklärt. Ruhe und keine Lust auf Gewalt.

Faun und Pferd

In der Abguss-Sammlung antiker Plastiken in Berlin ist ganz am Ende ein Abguss des Barberinischen Fauns, dessen Original in München ist, wie ich lerne.

In einer Ecke finden und zeichnen wir einen Pferdekopf. Es ist ein Abguss von einem kompletten Reiterstandbildes Mark Aurels, ein Abguss dessen Kopfes steht gleich daneben. Meine Tochter verhindert, dass ich mehr als sein rechtes Auge zeichne, sein Bild würde die Wirkung des Pferdes beeinträchtigen, außerdem schaue er schnöselig. Ich habe eine Ahnung, das Aurel eher eine geschätzte Gestalt war, muß aber – trotz meines mit Mühe erworbenen Latinums – bei Wikipedia nachschlagen, um mehr über den ‘Philosophenkaiser’ zu erfahren.

Abguss-Sammlung

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Die Berliner Urban Sketchers treffen sich zum Zeichnen in der Abguss-Sammlung.

Der rechte der beiden Köpfe am Eingang kam mir bekannt vor, der linke weniger, schließlich frage ich die Frau am Schalter, der Name des linken fiel ihr auch gerade nicht ein, rechts ist natürlich Augustus, das links aber auch kein Kaiser, sondern ein Altertumsforscher (mit recht robustem Selbstbild, wie es scheint).

Ganz hinten wo die Decke hoch genug ist, lehnt Herakles Farnese, (Abguss einer römischen Marmorkopie einer griechischen Bronze von 320 v.Chr, 215 n.Chr für die Carcalla-Thermen). Im Gang begegne ich Fundella.

Weiter hinten sitz ein Faustkämpfer (Abguss einer römischen Kopie eines frühhellenistischen Orignals von 275 v.Chr.), er sieht einigermaßen erschöpft aus.