Kiefern

Es ist warm und wir fahren mit dem Fahrrad, erst zum Skulpturen gucken zum Haus am Waldsee, dann zur Krummen Lanke. Mir ist es am Ufer zu voll und ich gehe ca. 200m weg und sitze auf einem abgesägten Stumpf. Harzgeruch. Badegeplapper durch laues Rauschen.

Hochufer

Ich bin zum ersten Mal – für ein Wochenende – auf Rügen. Es ist stürmisch. Vormittags regnet es waagrecht. Unser Ferienhäuschen ist am östlichen Rand des Jasmunder Nationalparkes, am Hochufer. Ein steiler Hang zwischen Hochweg und Ufer ist mit Buchen bewachsen, dazwischen sieht man die Ostsee. Wellen klatschen auf die Felsen am Strand.

I am on the island Ruegen for the first time. It is stormy, in the morning rain falls horizontal. Our holiday house is by the ‘Hochufer’. A steep slope between path and coastside is overgrown by beech trees. Inbetween the baltic sea. Waves splash on the rocks on the beach.

Walnuss + Pilze

Der Walnussbaum im elterlichen Garten. | The walnut tree in my parents garden.

Die Ausbeute eines Waldspaziergangs – nachdem es diesen Herbst wohl wenig Pilze gab, fanden wir nach wenigen Tagen mit Regen Steinpilze.

The pickings of a walk in the woods – after there have been few mushrooms this autumn, we found some boletus after a few days with rain.

Sizilien

Ende Oktober verbringen wir 10 Tage auf Sizilien.

Der Garten

Unsere Ferienwohnung in Scopello steht an einem riesigen, mit einer Mauer umschlossenen Garten – darin über 100 Olivenbäume, ähnlich viele Zitronen und Orangenbäume, Mandarinen, einige Feigen, dazwischen Auberginen, Zucchini weiteres Gemüse oder üppige Wiesen.

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Wir dürfen pflücken was wir wollen – Sergio, der meist im Garten zu finden ist, rät uns, die säuerlich frischen Orangen mit etwas Salz zu essen.

Er selbst ist mit einem seiner Brüder die meiste Zeit mit der Olivenernte beschäftigt. Irgendwann ist auch der Baum direkt vor unserer Wohnung dran und wir dürfen mithelfen:

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Unter dem Baum wird ein Netz ausgebreitet. Man greift die einzelnen, dicht mit vielen grünen und wenigen dunklen Oliven behangenen, elastischen Zweige und kämmt die Oliven mit der Hand oder einem harkenartigen Werkzeug, der ‘Manina’ (Händchen) ab – entweder ins Netz oder gleich in einen Eimer. Die Bäume werden beim Ernten auch beschnitten – besonders die Zweige, an die man auch mit Stehleitern schlecht herankommt, werden mit einer Handsäge abgeschnitten und dann am Boden abgestreift.

Wenn man herumfährt sieht man überall Leute bei der Olivenernte – oft ganze Familien, die neben der (anstrengenden) Arbeit auch mitgebrachtes Essen verzehren oder die Kinder ‘anlernen’. Offenbar haben viele Familien irgendwo ein paar Bäume.

Die Oliven werden in Säcke verpackt und zu einer der vielen Ölmühlen gefahren. Menschen tragen Säcke aus ihren Kleinwagen hinein und kommen mit gefüllten Kanistern wieder hinaus.

Wir bekommen ein Fläschchen ganz frisches Öl, das sehr kraftvoll fruchtig, und noch ein wenig bitter schmeckt (ähnlich dem heftigen Gechmack einer frischen Olive vom Baum). Der bittere Geschmack verschwindet nach einigen Wochen.

Katzen und Hunde

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Nachdem ‘unser’ Baum abgeerntet ist kommen auch die etwa 10 Katzen des Gartens zurück, um sich auf der Terrasse zu sonnen oder kleine Essensspenden entgegenzunehmen. Nur eine der Katzen gehört ‘offiziell’ zu den Häusern, die andern gehen nur einfach nicht weg und werden daher mit versorgt (oder umgekehrt).

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Auch die Hunde, die über den mit einem Trinkwasser liefernden Brunnen ausgestattenten Platz des Ortes streunen, scheinen autonom zu leben und hoffen meist vergeblich auf Spenden von den Gästen der Cafés.

Das Meer

Vom Ort geht man den steilen Hang hinab an das Felsige Ufer. Am ersten Tag ist das Meer noch ruhig – in den nächsten Tagen wird es von starkem Wind aufgewühlt.

Das nahe Naturreservat ‘Zingaro’ ist das letzte Stück unbebauter Sizilianischer Küste. Der Bau einer Küstenstraße wurde in den 1980er Jahren von Bürgerprotesten gestoppt. Jetzt kann man auf einem Küstenpfad entlangwandern und zwischendrin kleine Museen zu Natur und Kultur anschauen. Die höher gelegenen Bergpfade sind nach Bränden im Sommer noch gesperrt. Wir laufen auf dem Küstenpfad bis zur ‘Calle della Cisa’, wo zwischen den Felsen Wellen auf den Kieselstrand klatschen.

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Am folgenden Tag fahren wir um den ‘Zingaro’ herum, zu einem nördlich gelegenen Felsufer mit einer kleinen sandigen Bucht, klarem kalten Meer und Blick auf den ‘Monte Cofano’

Am letzten Abend sitze ich im Hafen von Castellammare dell Golfo. Am östlichen Ende liegen die kleinen Fischerboote, auf der Mole Bündel von Netzen und dazwischen edelstahlene Stände, an denen die Fischer vormittags ihren Fang verkaufen. Jetzt um sechs sind nur einzelne Fischer mit Wartungsarbeiten auf den Booten beschäftigt – es wird schon dunkel, das Wasser glänzt schwarz, dahinter die gelblich beleuchtete Hafenpromenade mit Restaurants und Bars.

Pula

Im Garten unserer Ferienwohnung in Pula (in Istrien) wachsen Pflaumen, Äpfel, Feigen, Oliven und Granatäpfel (die ich hier zum ersten Mal wachsen sehe).

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An einem Morgen trinke ich Kaffee an einem Café an einer Strassenecke, am Abend einen Wein mit Blick durch einen Ihrer Bögen in die Arena.

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Am Strand von Pula wachsen hohe Pinien. Etwas weiter südlich ist die Halbinsel Kamanjak mit niedrigen Kiefern bewachsen, die dem Wind folgend alle landwärts lehnen. Dazwischen sitzen wir im Schatten und schauen den felsigen Hang hinunter auf das Meer, oder schwimmen darin.

Am Kai direkt bei der Altstadt liegen die Fischerboote. Am Vormittag kommen sie an und laden Ihren Fang in an der Mole parkende Kühllaster.

Zubatac – Zahnbrasse – heißt ein Schiff. Im Hafenbecken schwimmen um deren hölzernen Rumpf jede Menge Meeräschen, 30-40 cm lang. Im Hafen darf man nicht fischen.

Einer der Matrosen spricht deutsch, er bietet mir eine Tüte Makrelen. Ich habe gerade nichts zum kühlen – die Ferienwohnung ist ein gutes Stück weg. Er erzählt vom Fischen, es sei schwere Arbeit, er habe kein Geld, nur Fische.

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Am Abend gehe ich in den Tempel am Forum – in einer Vitrine ist eine schöne kleine römische Löwenfigur ausgestellt. Später gibt es in der Arena ein ‘Spectaculum Antica’, auch mit Löwen. Und Gladiatoren.

Velebit

Wir verbringen einige Tage im mittleren Teil des Kroatischen Velebit Gebirges, auf dem wunderbaren Kamp Velebit.

Auf einer Wanderung über sie 3 Spitzen der ‘Hausberge’ des Kamp rasten wir zwischen den Kuppen in einem niedrigen Wäldchen auf der ‘Landseite’ des verbindenden Grates. Weiter, von der Kuppe ‘Kuk od Karline Plane’ blickt man weit ins Gebirge oder sieht die Adria mit den vorgelagerten Inseln.

Wieder unten sitze ich an der Reihe knorriger Buchen, die das Kamp nach Norden begrenzt. Dahinter Schafsweiden vor den steil zum Ljubieko Brdo ansteigenden Hängen.

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Der Camingplatz hat eine kleine Küche im Waschhaus – dieses wird fast durchgehend dezent mit einem geschmackvollen Mix aus meist klassischer Musik beschallt. Zum Meer fährt man 30 min die Passtrasse hinab, zu einer schönen Kiesbucht in Karlobag.

Einige Kilometer nördlich erreicht man vom schönen Ort Jablanac nach 20 min Fußweg die tief eingeschnittene Bucht Zavratnica. Die Felsen fallen seitlich steil ab ins tiefe klare Wasser, am Ende gibt es einen flachen Kiesstrand. Motorboote ankern für Badeaufenthalte in der Bucht, Menschen springen von Felsen ins tiefe Wasser oder schnorcheln am Strand.

Cedyński Park Krajobrazowy

Voriges Jahr wurden wir wegen der ungenauen Eingabe der Adresse eines Reiterhofes von meiner Navigations-App in der Abenddämmerung auf einer schmalen und buckligen Strasse durch diesen Landschaftschutzpark in West-Pommern, direkt an der Oder, geführt. Auf einer menschenleeren Lichtung hatten wir dann ‘unser Ziel erreicht’. Den Hof haben wir noch gefunden.

Da ich bei unserem diesjährigen Besuch des Reithofes selbst nicht reite, habe ich Zeit, um noch einmal dorthin zu fahren. Am Bach ist ein Parkplatz, ein paar Schritte von der Strasse entfernt sehe ich einen Damm aus Ästen und kegelförmig angenagte Bäume am Ufer des Baches, der sich durch den sumpfigen Wald schlängelt.

Die deutsche und englische Übersetzung der Website des Parkes sind im Aufbau und under construction – der googletranslator bestätigt aber, daß neben vielen Amphibien und seltenen Fischen, Wölfen und Fledermäusen auch Bieber dort leben.

Ich sitze eine Stunde an einen Baumstamm gelehnt. Nur die Vögel sind laut. Ameisen laufen über meine Beine.