Rummelsburger Bucht

Am Westufer der Rummelsburger Bucht ist eine Anlegestelle, daran ist ein Wirrwarr unterschiedlicher Boote angetäut – kleine Beiboote, mit denen man in der Bucht ankernde Schlafboote erreichen kann, schon deutlich patinierte Kajütboote verschiedener Größen, zum Teil mit kistenförmigen Wohnaufbauten erweitert, oder auch Pontons mit Hütten darauf. In der Bucht schwimmen vereinzelt ähnliche Gefährte, an den Ufern neue Wohnbebauung in bester Seelage. Ein paar Meter weiter ein immer noch großes Obdachlosen-Camp, mit Bauzäunen umgeben. Hier entsteht stattdessen bald ein neuer meeresbiologischer Themenpark.

At the western shore of the Rummelsburg Bay there is a landing place where a jumble of different boats is tied up – small dinghies with which one can reach sleeping boats anchored in the bay, already clearly patinated cabin boats of different sizes, partly extended with box-shaped living quarters, or also pontoons with huts on them. In the bay, a few similar vehicles are floating, on the shores new residential buildings in the best lakeside location. A few meters further is still a large homeless camp, surrounded by construction fences. Instead, a new marine biology theme park will soon be built here.

nach Prag zum ‘Sketchfest’

Am letzten Wochenende fahre ich mit dem Bus nach Prag. Die dortige ‘Urbansketchers’-Gruppe veranstatltet ein ‘Sketchfest’, dh. es gibt vom 01.-20. Februar jeden Tag ein Zeichentreffen in Prag.

On the last weekend I go to Prague by bus. The ‘Urbansketchers Prague’ group is organizing a ‘Sketchfest’ – there will be a drawing meetings in Prague every day from February 1st to 20th.

Am Samstag treffen wir uns auf der Burg und Zeichnen im und um den Veitsdom.

On Saturday we meet in the Castle and draw in and around St. Vitus Cathedral.

Zu Mittag Mittag mit Mitzeichnern – die Organisatoren Rajesh und Jan und viele nette Menschen – am Tisch des Museumsrestaurants.

Lunch with co-Sketchers – the organisators Rajesh and Jan and many nice people – at a table in the museum restaurant.

Unterhalb der Burg gibt ist auf dem ‘Malostranské náměstí’ einr Tramstation – neben dem (ungefähr) abgebildeten modernen Zug passieren unterschiedliche Straßenbahnen aus verschiedenen Jahrzehnten den Platz.

Below the castle there is a tram station on the ‘Malostranské náměstí’ – aside of the (approximately) pictured modern train different trams from different decades pass the square.

 

Ich habe am Abend noch kurz Zeit, ein Stück Burgmauer zu skizzieren bevor wir in ein nahes Restaurant gehen.

In the evening I got a bit of time to sketch a piece of the castel-walls, before we go to another resataurant nearby.

Am nächsten Morgen zum Nationalmuseum am Wenzelplatz – ich zeichne Karel Pragers ca. 1969 gebaute Erweiterung – das 1938 von Josef Rössler gebaute ehemalige Börsengebäude sollte die Tschecheslovakische Föderalversammlung aufnehmen. Von 1995 – 2008 war das Gebäude Sitz des ‘Radio Free Europe / Radio Liberty’ und ist jetzt Teil des Nationalmuseums. Dessen von Josef Schulz ca. 1890 gebautes Hauptgebäude spiegelt sich in der Glasfassade. Touristen bleiben stehen und fotografieren sich gegenseitig vor dessen mächtiger Sandsteinfassade und ignorieren Pragers moderne Struktur in Ihrem Rücken.

The next morning to the National Museum on Wenceslas Square – I draw Karel Prager’s extension built around 1969 – the former stock exchange building built by Josef Rössler in 1938 was to house the Czechoslovak Federal Assembly. From 1995 – 2008 the building was the seat of ‘Radio Free Europe / Radio Liberty’ and is now part of the National Museum. Its main building, built by Josef Schulz around 1890, is reflected in the glass façade. Tourists stop and photograph each other in front of its mighty sandstone façade, ignoring Prague’s modernist structure in their backs.

Nachmittags geht es in den Palais Lucerna – einem wundervollen ‘Einkaufs und Vergnügungszentrum’, mit Kino, Cafe, Restaurant, Musikclub und Geschäften, gebaut zwischen 1908 und 1920. An einem Eingang unter einer Kupel hängt eine Plastik von David Černý – ein totes Pferd auf dessen Bauch Wenzel in voller Rüstung reitet- eine Parodie des Wenzeldenkmals. Darunter Besucher, die sich vor Kino oder Cafe treffen und ein paar Zeichner.

In the afternoon we visit the Palais Lucerna – a wonderful ‘shopping and entertainment centre’ with cinema, café, restaurant, music club and shops, built between 1908 and 1920. At an entrance under a cupola hangs a sculpture by David Černý – a dead horse on whose belly Wenceslas rides in full armour – a parody of the Wenceslas monument. Underneath visitors who meet in front of a cinema or cafe and a few draftsmen.

Wir treffen uns nach dem Zeichnen im Cafe in der Gallerie – für mich schon das Abschiedstreffen, aber das ‘Sketchfest’ geht weiter!

Es war toll –  Dank an Organistaoren und Mitzeichner!

After drawing we meet in the cafe in the gallery – for me it’s already the farewell meeting, but the ‘sketchfest’ goes on!

It was great – thanks to the organizers and co-sketchers!

 

Schloßbrücke Charlottenburg

Die Fahrbahn der Schloßbrücke ist nach der Sanierung von oben wieder für den Autoverkehr geöffnet. Unter der Brücke liegen noch ein großer Ponton und zwei leer Bargen. Der Weg längs der Spree unter der Brücke durch zum Schloßpark ist gesperrt, Planen hängen an den Brückenkopfwänden, man sieht Leitern und Balken.

Ich hocke auf einem aus leergeschossenen Feuerwerksbatterien gestapelten Hocker am Ufer – nachdem ich die Barge gezeichnet habe beginnt der Regen, neu aufgebrachte Tusche wird weggewaschen. Ich gebe auf und trockne mein Heft zu Hause. Zwei Tage später regnet es nicht mehr – mein Hocker steht noch, wo ich ihn gelassen habe, sinkt aber aufgeweicht unter mir zusammen. Ich habe meinen Klapphocker dabei und tusche das Bild fertig.

The roadway of the Schloßbrücke is reopened to motor traffic from above after the renovation. Under the bridge there is still a large pontoon and two empty barges. The path along the Spree under the bridge to Schloßpark is closed, tarpaulins hang on the bridgehead walls, ladders and beams can be seen.

I sit on a stool stacked from empty firework batteries on the riverbank – after I have drawn the barge the rain starts, newly applied ink is washed away. I give up and dry my booklet at home. Two days later there is no rain – my stool still stands where I left it, but sinks soaked under me. I have my folding stool with me and finish inking the picture.

 

Skatehalle

Samstag vormittag in der Skatehalle auf dem RAW-Gelände. Kurs für Anfänger und Mittelstufe – die Hälfte sind Kinder, ein paar Jugendliche und wenige Erwachsene, Eltern hocken auf den Sitzstufen am Rand und schauen.

Saturday morning in the skate hall on the RAW area. Course for beginners and intermediate – half are children, some teenagers and a few adults, parents sit on the steps at the side and watch.

Junge Sinfonietta

Heute (und morgen 16:00 nochmal) war das Winterkonzert der Jungen Sinfonietta Berlin in der Otto von Guerike Oberschule. Eine Tochter spielt dort mit (wer genau hinschaut erkennt Position und Anfangsbuchstaben des Vornamens, Instrument verrate ich, Klarinette) und es ist ganz wundervoll – Dank an Musiker, Dozenten und den Leiter (Thomas Lamp)!

Today (and tomorrow 4 pm again) was the winter concert of the Junge Sinfonietta Berlin at the Otto von Guerike Oberschule. A daughter is playing there (who looks closely recognizes position and first letters of the first name, instrument I betray, clarinet) and it is quite wonderful – thanks to musicians, teachers and the director (Thomas Lamp)!

Ugah

*

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* Ich fahre von Charlottenburg nach Kreuzberg ** und gehe in den Trinkteufel. Es ist voll, aber am Tresen ist eine breite Lücke, da stell ich mich hin und bekomme ein Bier – irgendwann kommt erst ein Typ zum Bier Bestellen, dafür ist Platz, dann sein Kumpel, der glotzt mich an, ohne zu sprechen. Ich verstehe schon, aber gehe erst, als er sich umdreht und mich mit seinem (recht breiten) Rücken wegschiebt. Ugah. Er bleibt stehen und quatscht mit seinem Kumpel und Leute an. Ich klemme mich woanders hin, und pinsle, wie er sich freut.

* I’m riding from Charlottenburg to Kreuzberg and **visit the ‘Trinkteufel’. It’s full, but there’s a wide gap at the counter, I go there and get a beer – at some point a guy aproaches for ordering his beer, there’s room for that, then his buddy comes and stares at me without talking. I understand, but I don’t leave until he turns around and pushes me away with his (quite wide) back. Ugah. He stays and talks to his buddy and people. I clamp myself somewhere else and ink him beeing happy.

Zuoz

Am vorletzten Septemberwochenende war in Zuoz das 1. Symposium der Schweizer Urban Sketcher.

Nach der Ankunft im ‘Lyceum Alpinum’, gehe ich runter zum Dorplatz, wo an den Tischen der ‘Cruchetta’ weitere Zeichner auftauchen

Am Abend in dem selben Lokal drinnen. Die Stube ist, wie soweit ich verstanden habe für Räume mit Ausschank ortstypisch, ganz mit Arven-Holz ausgekleidet. Zeichner sitzen zusammen und zeichnen einander. Sogar mitreisende Angehörige greifen beherzt zum Stift.

Samstag tagsüber zwei Workshops und erst am Abend komme ich von der Terrasse des ‘Castell’ selbst zum Zeichnen, den ‘Piz Mezzaun’ auf der gegenüber liegenden Talseite.

Im Dorf – bevor man den schönen Hauptplatz erreicht zweigt bergauf die ‘Via Ritscha’, an der Abzweigung als kleiner Platz mit Brunnen, bergauf begrenzt von der ‘Chesa Poult’ und seitlich von der ‘Garascha Botta’ einer Autowerkstatt mit Tankstelle.

Am Sonnntag mittag ist das Symposium zuende und wir müssen Abreisen. Es war total schön, Dank für Organisation und Einladung an André, Heidi, Mario und Alle, die mitgetan haben und das Lyceum für die tolle Unterbringung.