# kneipe

Zeichnen, wo es Getränke gibt:

Katya Tasheva – vocals, Vladimir Karparov – sax,  arrangements, Daniel Stawinski – piano, Robin Draganic – bass, Philipp Bernhardt – drums, Donnerstag Abend im gedrängt vollen Zig-Zag-Jazz-Club in Schöneberg.

Ich finde einen Platz seitlich an der Theke und es gibt Svijani vom Fass.

I got a seat aside at the bar and there is Svijani from tap.

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Vor einigen Wochen hat Katrin mir diese Bar gezeigt. In einem Gewölbe unter der S-Bahn, kurz vorm Zoo, gibt es jeden Abend Jam-Sessions, sowie Cocktails, Spirituosen oder Craft Beer am langen Tresen. Die sehr schmale Bühne ist gegenüber. Nur wenige Gäste drehen sich vom Tresen weg, den Musikern zu, aber alle scheinen den Luxus von ambitionierter Live-Musik zu Getränk und Gespräch zu geniessen, und applaudieren entsprechend.

Starbucks

in der Wilmersdorfer Strasse. (Kaffee)
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Linde

in der Sophie-Charlotte-Strasse (Bier)

Manhatten Burger

Schloßstrasse (Bier+Essen)

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Caras

Ernst-Reuter-Platz (Kaffee)

Langer Wirt

Danckelmannstrasse (Bier)
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Am Mittwoch Abend gehe ich kurzentschlossen in den Badenschen Hof zur ‘Special Wednesday Jazz-Show before Himmelfahrt’. Es spielen Walter Gauchel und Jan von Klewitz Saxophone, Martin Lillich Bass, Reggie Moore Klavier und Kenny Martin Schlagzeug. Ich bekomme (auch ohne Reservierung) einen Platz am Tisch vor der Bühne. Die Musiker sind großartig und auch die vielen Standards schön.

Im zweiten Teil spielt jeder der beiden Saxophonisten alleine eine Ballade seiner Wahl, hier Gauchel ‘my foolish heart’.

Gegen Ende wieder beide zusammen ‘speak low when you speak love’ von Kurt Weil.

St.Oberholz am Rosenthaler Platz – an der Theke redet man laut, in den Kojen hinten bei der Bar eher leise und an den Tischen weiter vorn wird auch gegen Mitternacht gearbeitet,

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Von Charlottenburg nach Neukoelln ist es beinahe eine Reise, ein Besuch im Klunkerkranich also beinahe Tourismus, so bin ich das erste mal dort und stelle fest, dass entgegen meinen Vorstellung ein gewaltiges Holzhaus im Dachgarten auch Schutz vor fiesem Niesel bietet.

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Am nördlichen, noch für Autos erlaubten Teil der Wilmersdorfer Strasse, liegt Wilhelm Hoeck. Ich habe gut 13 Jahre in Charlottenburg gelebt, bevor ich dieses patinierte Lokal entdeckte. Seither verschluckt es mich gelegentlich für 1-2 Stunden.

Es gibt Pilsener Urquell vom Fass – das Erste dauert und zeigt man Zeichen von Ungeduld (kurzes Lidzucken oder Ähnliches) ruft die Schankfrau sofort von irgendwoher ‘Urquell kommt gleich’. Im weiteren Verlauf fragt sie immer genau so, ob man ein weiteres wolle, dass sie gegebenenfalls beim letzten Schluck ein neues, in Ruhe gezapftes Glas rüberreichen kann.

Meist läuft keine Musik (besser).

Man hört die anderen Gäste reden. Ein Wildlederhutträger kommt rein. Von irgendwo links, Frau: ‘Jürgen, wo haste denn das Hemd her. Jürgen. Jürgen! Ist schön, das Hemd. Wo haste das denn gekauft. Jürgen.’

Nachdem der Mann mit Hut weg ist: ‘Ich war beim Friseur und jetzt stehen mir die Haare zu Berge. War halt Scheiße, der Friseur,’

Ich gehe heute nach 2 Bier. Mein Bargeld ist alle.

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_ geriet ich in die Linde.

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Ein fantastisches Konzert im Badenschen Hof.

Dank an Aki Takase und Rudi Mahall!