# kneipe

Zeichnen, wo es Getränke gibt:

Am Mittwoch Abend gehe ich kurzentschlossen in den Badenschen Hof zur ‘Special Wednesday Jazz-Show before Himmelfahrt’. Es spielen Walter Gauchel und Jan von Klewitz Saxophone, Martin Lillich Bass, Reggie Moore Klavier und Kenny Martin Schlagzeug. Ich bekomme (auch ohne Reservierung) einen Platz am Tisch vor der Bühne. Die Musiker sind großartig und auch die vielen Standards schön.

Im zweiten Teil spielt jeder der beiden Saxophonisten alleine eine Ballade seiner Wahl, hier Gauchel ‘my foolish heart’.

Gegen Ende wieder beide zusammen ‘speak low when you speak love’ von Kurt Weil.

St.Oberholz am Rosenthaler Platz – an der Theke redet man laut, in den Kojen hinten bei der Bar eher leise und an den Tischen weiter vorn wird auch gegen Mitternacht gearbeitet,

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Von Charlottenburg nach Neukoelln ist es beinahe eine Reise, ein Besuch im Klunkerkranich also beinahe Tourismus, so bin ich das erste mal dort und stelle fest, dass entgegen meinen Vorstellung ein gewaltiges Holzhaus im Dachgarten auch Schutz vor fiesem Niesel bietet.

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Am nördlichen, noch für Autos erlaubten Teil der Wilmersdorfer Strasse, liegt Wilhelm Hoeck. Ich habe gut 13 Jahre in Charlottenburg gelebt, bevor ich dieses patinierte Lokal entdeckte. Seither verschluckt es mich gelegentlich für 1-2 Stunden.

Es gibt Pilsener Urquell vom Fass – das Erste dauert und zeigt man Zeichen von Ungeduld (kurzes Lidzucken oder Ähnliches) ruft die Schankfrau sofort von irgendwoher ‘Urquell kommt gleich’. Im weiteren Verlauf fragt sie immer genau so, ob man ein weiteres wolle, dass sie gegebenenfalls beim letzten Schluck ein neues, in Ruhe gezapftes Glas rüberreichen kann.

Meist läuft keine Musik (besser).

Man hört die anderen Gäste reden. Ein Wildlederhutträger kommt rein. Von irgendwo links, Frau: ‘Jürgen, wo haste denn das Hemd her. Jürgen. Jürgen! Ist schön, das Hemd. Wo haste das denn gekauft. Jürgen.’

Nachdem der Mann mit Hut weg ist: ‘Ich war beim Friseur und jetzt stehen mir die Haare zu Berge. War halt Scheiße, der Friseur,’

Ich gehe heute nach 2 Bier. Mein Bargeld ist alle.

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_ geriet ich in die Linde.

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Ein fantastisches Konzert im Badenschen Hof.

Dank an Aki Takase und Rudi Mahall!

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Es ist warm und bis kurz vor Schluß (um 10) sitzen Menschen an den Tischen vor dem Fedora.

Ende Mai fliege ich nach England, zum Workshop ‘Drawing People on Stage’ mit Isabel CarmonaSwasky  und mir in Brighton. Der gehört zur Reihe ‘Pushing your Sketching Boundaries’, die Isa aund Swasky mit unterschiedlichen Partnern seit 2014 betreiben. Ich werde Swasky wieder und Isa das erste Mal treffen und freue mich auf die gemeinsame Zeit.

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*Der Flug von Schönefeld nach London geht schnell vorbei, in Gatwick steige ich in den Regionalzug nach Brighton.

*Im Zug diskutieren ältere Menschen über den Onlinekauf von Taschen, sie hat eigentlich nur Probleme mit den metrischen Maßangaben – ‘I just can´t think centimeters’. Er, links aus dem Bild hat einen Kompass an seiner online gekauften Tasche, wir fahren nach Süden. Sie: ‘That is good. I actually hoped for that!’

Tatsächlich erreichen wir Brighton nach nur gut 30 Minuten. (more…)

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_ in der Wilmersdorfer Strasse. In der gastraumseits mit einem Bilderrahmen verdeckten Vitrine ist eine Art Urne, deren Glaskorpus mit (vermutlich historischen) Schnapsfläschchen gefüllt ist. Es gibt Urquell vom Faß. Die Musik ist leise, die Gäste laut, ein Gitarrensänger spielt zwischendrin mal 2 Lieder und sammelt dann Münzen in seiner Mütze. Gegen 12 sind alle weg, die Stühle und Hocker stehen umgekehrt auf Tischen und Tresen, während ich auf einen zusätzlichen Wink der sehr freundlichen Schankdame hin schnell mein Bier austrinke.

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Kalle Kalima – guitar, vocals, Chris Dahlgren – bass, vocals , Eric Schaefer – drums, vocals als Johnny laMarama im jazzkeller69 / Aufsturz. Ein tolles Konzert!