# kiez

Gekrakel aus dem Wohnumfeld (Klausenerplatz-Kiez, Charlottenburg):

Zwischen den Blüten des Baumes in unserem Hof hängen noch verschrumpelte Früchte vom Vorjahr. Die Äpfel sind kirschgroß.

Am Freitag ist plötzlich gleich Sommer und man muß raus. Erst zum kretischen Restaurant an der Ecke und dann in den Biergarten der Kastanie, Weißwein trinken.


Freitagabend ist kein Platz mehr an der Theke, nur ganz hinten in der Ecke ist ein Tisch frei. An zwei Nebentischen wird Karten gespielt. Wer gerade nicht spielt, schaut einem anderen Spieler gespannt in die Karten.

Zum Frühling sind die Hosen auf dem Wochenmarkt auf dem Klausenerplatz berfuß und halb bauchfrei.

In spring the pants on Klausenerplatz weekly market have bare feet and bellies.

 

Zu Mittag am Donnerstag im Cafe Feyza. Der Laden an der Ecke nah unserer Wohnung wechselte über die Jahre den Schwerpunkt vom Minikiosk direkt an der Ecke – Büdchen also – über Universal-Dienstleister – Packetpost, Geldtransfer, Zeitung, Kaffee –  im grösseren Laden daneben, zum Café mit ein bisschen Kiosk ebenda und jetzt. Dieses mag ich sehr.

Selbstgebackenes zum Tee. Auf dem Tisch Orchideen – Plastik und Stoff, die Sonne strahlt durch Schaufenster und Vase und macht rosa Flecken in den Schatten.

Frost, aber viele trinken ihren Kaffee trotzdem vor dem Brotgarten. Ich auch.

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_schützt die Markise vor dem Regen. Der Zeitungsverkäufer trägt unter seiner Tagesspiegel-Jacke eine wattierte Weste und läuft ab und zu auf und ab. Die Jogger in der Brötchenschlange sind naß.

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Es ist warm und bis kurz vor Schluß (um 10) sitzen Menschen an den Tischen vor dem Fedora.

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von halbneun bie halbzehn im Laden von Bernhardts Bäckerei. Leute kaufen Brötchen oder Belegtes – In der Backstube wird derweil an der Auffüllung der Kuchenvitrine gearbeitet.

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Nach längerer Zeit war ich mal wieder in der Kulturwerkstadt. Es gibt schöne neue Plastiken von Fernando (z.B. die Wolkengesichter links oben in der Bühne), viele Gäste und schöne Stimmung (obwohl die mit udojürgendeske Gesang vorgetragenen arg schablonenhaften Geschichten von Tal Balshai nichts für mich sind).