# herbst

21 Sep – 20 Dez

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Von Charlottenburg nach Neukoelln ist es beinahe eine Reise, ein Besuch im Klunkerkranich also beinahe Tourismus, so bin ich das erste mal dort und stelle fest, dass entgegen meinen Vorstellung ein gewaltiges Holzhaus im Dachgarten auch Schutz vor fiesem Niesel bietet.

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Am Rand des frisch ‘bereinigten’ Grundstückes an der Ecke Zillestrasse | Schlossstrasse steht eine struppige Hecke. Die Triebe dieses Sommers sind nicht beschnitten. Leere Meisenknödelnetze hängen in den Zweigen.

At the side of the freshly cleared estate at the corner Zillestrasse | Schloßstrasse grows this scrubby hedge, this years sprouts uncut, empty suet cake nets between the twigs.

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Während ich zeichne geht die Sonne unter und malt orange Schlieren in den Himmel. Davor dieser Schlepper im Westhafenkanal, der Streifen mit der Schrift orange, darunter geteertes Eisen, darüber geweißtes Blech und Holz im Restlicht.

Meine Wasserfarben und einen Faltbecher habe ich dabei, aber das Wasser vergessen. Leitern an der senkrechten Eisenwand des Kanals, anderthalb Meter unter mir das Wasser, bleigrau. Weit und breit niemand, der notfalls einen der Rettungsringe werfen könnte, die überall an den Lastkähnen, die an der rostigen Stahlwand liegen, hängen.

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In Adiks Stehcafe am kleinen Platz am Anfang der Teufelsbergchaussee stehen eine Winkekatze und (noch vor wenigen Tagen frische) Tulpen auf dem Tresen.

Ein paar hundert Meter weiter, am Teufelsberg klebt nass glänzender Schnee am Gras. Ich versuche ein paar umgestürzte Bäume zu tinten – der Schnee auf den Ästen der niedrigen Bäume schmilzt im Nieselregen und tropft auf mein Papier und verwäscht die feuchte Tinte.

 

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Ein Freund schenkte mir eine bislang ungekannte Menge Quitten aus seinem Garten auf dem Land.

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Am Rand des Grunewalds finde ich keine Pilze zum mitnehmen mehr und setze mich stattdessen ins Gras und gucke Herbst.

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_ der Spiele 1936, in Elstal, 18 km vom Berliner Olympiastadion.

* Ohne Führung kann man in die Schwimmhalle nur von draußen reingucken. Vor dem Eingang vom Sportplatz her ist ein Becken zum Füßewaschen, damit der Sand nicht ins Becken kam. Durch die Tür zum 3 Meter-Brett kam man direkt vom Dampfbad.

* Das Speisehaus, das Hinterhaus vom Linsenförmigen Innenhof gesehen.

* Einige der nicht renovierten Athletenwohnhäuser (eines, in dem Jesse Owen wohnte, ist renoviert und mit guter Ausstellung versehen), dahinter Platten, die wohl von der Sowjetischen Armee errichtet wurde. (Das Dorf wurde nach den Spielen als Kaserne genutzt, wie von vorne herein geplant (allerdings nicht für die rote Armee, die es bis 1992 nutzte …))

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kiezflohmatkt_4_181014 im Klausener Platz Kiez, Charlottenburg

Schon der 2te Flohmarkt in diesem Jahr, aber trotzdem hatten wir genug Kram zum unter-die-Leute-bringen angesammelt. Die Nachbarn sind offenbar auch alle auf der Strasse und wir kaufen diesmal sogar weniger neue Sachen, als wir alte loswerden.

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im Charlottenburger Schloßpark.

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Berlin Moabit