# herbst

21 Sep – 20 Dez

Hinten im Schlosspark führt ein Trampelpfad an das Ufer eines bewachsenen Grabens. Um fünf Uhr ist der Himmel hinter den Silhouetten der Bäume fahl gelb, nur einig Blätter scheinen orange im graublau.

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Am 31.10. kommen wir in Rom an. Der Fernseher im Hotelzimmer zeigt Deutsches Fernsehen und also eine Luther-Biographie. Ich fliehe in die nächste Trattoria/Bar, wo der ‘Shot’ heute nur 1 Euro kostet, nehme mir ein Bier, setze mich an einen Tisch neben der Bar und beobachte gruselig kostümierte Römer.

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Am nächsten Tag ist unter dem Giordano-Bruno-Denkmal Markt, wir sitzen auf dem Sockel, mit dem Rücken zu einem Bronzekranz, an dem diverse Zettel mit Huldigungen kleben.

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Abends fahren wir mit der überfüllten Strassenbahn, zurück nach San Lorenzo, wo unserer Hotel (Namens Villa San Lorenzo) ist. In der Nähe ist ein Musikclub, ‘Le Mura’, um hineinzukommen, entrichte ich eine ‘Aufnahmegebühr’, erhalte einen hübschen bunten ‘Mitgliedsausweis’ und kann dann drinnen an der Bar Bier trinken.

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Gegen 11 beginnt die Musik, 2 Typen, Gitarre und Beatboxing, sind zusammen ‘monkeyonecanobey’ und ziemlich gut.

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Am nächsten Morgen in die Vatikanischen Museen – dort bewacht einer der ‘Cani Molossi’ den Eingang zu einer Galerie (der andere ist ‘in restauro’). Am Pantheon wird das Bewachen, wie z.Zt. überall in Rom, von jungen Menschen mit Gewehren erledigt.

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Am 3 Tag regnet es, und wir lungern erstmal etwas im Hotelzimmer herum. Auch später, an den Quattro Fontane regnet es immer wieder, Menschen stellen sich im eng an der Fahrbahn gelegenen Portal von Borrominis Kirche unter, warten mit hochgezogenen Schultern auf die Fußgängerampel (Touristen) oder laufen gehetzt über die enge Kreuzung.

Am letzten Abend in Rom gehen wir noch einmal in die Trattoria da Marcello, mit Ochsenschwanz gefüllte Ravioli essen.

Im kleinen Vorhof der Heckmannhöfe zur Augustastrasse steht diese herbstfarbene Vespa vor dem mit immer grünen Efeu berankten Hoffassaden. Die Scheinwerfer sind mit Klarsicht-Klebeband geflickt.

Auf dem Weddinger Leopoldplatz sitzen auf den Bänken mit dem Rücken zur Kirche einige Typen mit Bierflaschen in der späten Nachmittagssonne. Auf dem Boden liegt Laub, das der Sturm, kaum dass es sich etwas verfärbt hat, von den Bäumen raufte. Die Sonne verschwindet hinter den Häusern, die Bierflaschen sind leer und werden von einer der Pfandsammlerinnen mit Kopftuch, Schal, Strickjacke und Einkaufstrolley entgegengenommen. Im Schatten wird es schnell kalt.

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Sonntagnachmittag, S75 von Friedrichstrasse nach Westkreuz

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Freitagabend, Westend nach Schönhauser Allee

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Heute morgen liegt gegenüber dem alten Heizkraftwerk dieser bewohnbare Kahn. Die Bäume am Ilburger Ufer sind kahl, Laub schwimmt im Wasser und sammelt sich an der Ufermauer der Spree.

Opposite the old heating plant lies this habitable tub. The trees at Ilburger Ufer are bleak, leaves float in the water and gather at the side wall of the Spree.

Wir verbringen einige schöne Tage in dem Haus meiner Schwester und ihrer Familie, in Russikon im Kanton Zürich.

 

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Am Jucker Hof am Pfäffikersee ist Kürbisfest, sortenweise sortierte Kürbisse in grossen Haufen und Kisten, Kürbisfiguren etc. Am Rand des Hofes ist ein kleiner Garten, dort sieht man grosse orange und kleine gelbe Kürbisse wachsen.

 

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Vom Haus aus sind es nur ein paar Schritte zum Bachtelbach.

 

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Am Abend gibt es Kompott aus Quitten und Äpfeln zum Nachtisch, Radicchio im Salat (Birne hier nur Dekoration)

 

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In der Nähe fliesst der Tobelbach. Nahe des Parkplatzes an der Bläsimühle ist ein Spielplatz und eine Feuerstelle – Holz für das Feuer liegt bereit.

 

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Während wir weg sind, erbeutet eine der Katzen ein Rotkehlchen und trägt es tot ins Haus.

 

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Eine Katze (es gibt 2, die ich nicht unterscheiden kann) frisst an ihrem Essplatz. An der Wand hinter den Näpfen hängt ein Poster mit mediteranen Speisefischen.

 

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Das Esszimmer wird mit einem gewaltigen, von der Küche befeuerten Kachelofen geheizt.

 

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Im Garten steht ein Feigenstrauch. Die Feigen werden hier im Ort nicht reif, so hängen die diesjährigen neben einigen unreif verschrumpelten vom letzten Jahr.

 

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Ein zur Montage von Solarpanelen gekauftes Gerüst wird geliefert. Wir bauen es mit Hilfe eines Nachbarn an der Süd-Westseite des Hauses auf.

 

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Wir müssen zurück nach Berlin. Meine Schwester bringt erst uns und dann vergessene Sachen zur S-Bahn und wir fahren nach Zürich zum Hauptbahnhof.

 

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Im Zug nach Basel verschwindet ein Reisender halb fertig gezeichnet hinter seiner Zeitung, dem ‘Landboten’.

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_schützt die Markise vor dem Regen. Der Zeitungsverkäufer trägt unter seiner Tagesspiegel-Jacke eine wattierte Weste und läuft ab und zu auf und ab. Die Jogger in der Brötchenschlange sind naß.

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Von Charlottenburg nach Neukoelln ist es beinahe eine Reise, ein Besuch im Klunkerkranich also beinahe Tourismus, so bin ich das erste mal dort und stelle fest, dass entgegen meinen Vorstellung ein gewaltiges Holzhaus im Dachgarten auch Schutz vor fiesem Niesel bietet.

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Am Rand des frisch ‘bereinigten’ Grundstückes an der Ecke Zillestrasse | Schlossstrasse steht eine struppige Hecke. Die Triebe dieses Sommers sind nicht beschnitten. Leere Meisenknödelnetze hängen in den Zweigen.

At the side of the freshly cleared estate at the corner Zillestrasse | Schloßstrasse grows this scrubby hedge, this years sprouts uncut, empty suet cake nets between the twigs.

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Während ich zeichne geht die Sonne unter und malt orange Schlieren in den Himmel. Davor dieser Schlepper im Westhafenkanal, der Streifen mit der Schrift orange, darunter geteertes Eisen, darüber geweißtes Blech und Holz im Restlicht.

Meine Wasserfarben und einen Faltbecher habe ich dabei, aber das Wasser vergessen. Leitern an der senkrechten Eisenwand des Kanals, anderthalb Meter unter mir das Wasser, bleigrau. Weit und breit niemand, der notfalls einen der Rettungsringe werfen könnte, die überall an den Lastkähnen, die an der rostigen Stahlwand liegen, hängen.

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