# frankreich

Wir bleiben noch einige Tage in einem Mobilheimpark an einem kleinen See in der Ebene zwischen den Bergen des Luberon und der Durance. Neben einer verfallenen kleinen Steinhütte ist diese Walnussbaum von Efeu umrankt. Auf einem daneben liegenden Ast sitzen, wie überall auf Zweigen, Gras oder Schilfhalmen, an den höchsten Punkten kleine weiße Schnecken.

Auf dem Campingplatz gibt es eine Bar mit Restaurant – sehr gallisch wirkende Gäste trinken Bier als Aperitif.

Um die nahe vorbeifließende Durance zu erreichen, muß man durch ein mit Weiden und allerlei Gesträuch bewachsenem Uferbereich laufen. Hier ist der Fluss geteilt – auf unserer Seite ist ein schmalerer Nebenarm mit einigen rauschenden Gefällestücken zwischen gestauten Gumpen vom ruhig und breit fließenden Hauptarm durch eine breite Kiesinsel abgetrennt. An der ‘Pont du Cadenet’ – einer modernen Strassenbrücke – sitze ich in deren Schatten an einem Altarm.

In der Ebene wächst überall dieses übermannshohe Schilf.

Abends wird im Barbereich ‘animiert’, wie z.B. mit einem Karaokeabend, der kurz vor Schluß um 12 partyartig eskaliert.

Am letzten Abend setze ich mich bei Sonnenuntergang in eine Wiese in der Ebene, Zikaden machen krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss kr

Von Avignon fahren wir in das südöstlich angrenzende Luberon.

Auf dem Campingolatz in Bonnieux wohnt auch diese Heuschrecke.

Im nahen Goult gibt es die ‘Fete du Miele’ mit allerlei Honig und Honigprodukten (wie beispielsweise fabelhaftem Eis).

In Gordes hocke ich eine Weile am Brunnen vor dem Schloß und gucke Häuser.

Vom Campingplatz kann man die kleinen Berge hinauf durch Flaumeichen laufen.

Da es sehr heiß ist, kann ich die Familie mit einem Badeversprechen zu römischen Brücke ‘Pont Julien’ locken. Das Flußbett ist dann aber bis auf ein paar Pfützen mit Fröschen drin ausgetrocknet.

Daher fahren wir nach ‘Fontain de Vaucluse’. Man kann im Schatten großer Bäume in der Sorgue waten – sie entspringt hier direkt aus den Felsen und hat konstant 12-13 Grad. Ein Feigenbaum hängt schräg über dem Wasser.

Zum Baden fahren wir an einen kleinen See, der ‘Etang de la Bonde’. Am Strand haben viele Leute pneumatisches Badegetier, am ‘Buvett’ gibt es ‘Glaces _ Sandwiches _ Cafè, Boissons Chaudes et Fraudes’

Zum Spaziergang nach Bonnieux, beim Campingplatz, nehmen wir Wasser mit.

Es ist allerdings auch nicht schwer, Geschäfte zu finden, die andere Getränke verkaufen.

Am Morgen der Abreise vom Camping zeichen ich in Bonnieux den Platz mit der alten Olivenölpresse, bis der Supermarkt auf hat.

Auf einem Brunnenrand finde ich diesen toten Käfer.

In Apt ist Samstag Vormittag Markt – um Eins bauen die Marktmenschen ihre Stände ab.

Wir verbringen 2 Tage in Avignon. Es ist Theaterfestival und entsprechend buntes Gedränge.

Am ‘unteren’ Ende der Rue des Teintures ist es endlich ein wenig ruhiger, man kann auf der Mauer zum Bach verweilen. Ab und zu kommen Leute und schauen dem Mühlrad zu, dass sich tatsächlich dreht.

Cafes sind gut besucht, dauernd bekommt man Flyer in die Hand gedrückt und überall hängen Plakate.

Mit dem Bus fahren wir Abends über die Rhone und den Berg hinauf nach Les Angels, wo unser Hotel ist.

Am nächsten Tag laufen wir noch ein wenig rum, bevor wir weiter, ins Luberon fahren.

Mont Saint Michel

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Wir teilen die Fahrt von Berlin in den äussersten Westen des europäischen Festlandes in Etappen und übernachten an der Grenze zur Bretagne im Hotel Rose an der ‘Rue du Saint-Michel’. Mit vom Hotel bereitgestellten Fahrrädern kann man in 25 min die Couesnon bis zur Mündung hinunter und über die Brücke zum Mont Saint-Michel fahren.

Saint Malo

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Am Vormittag reicht die Zeit für einen Rundgang auf der Stadtmauer von Saint Malo und einem kurzen Abstieg zum Strand.

Strand

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Schließlich erreichen wir den Campingplatz an unserem Urlaubsort Telgruc auf der ‘Ile de Crozon’, der Mittleren der 3 Halbinseln, die das Département ‘Finestère’ – das Ende der Erde – bilden. In der Gezeitenzone am ‘Plage de Trez Bellec’ sind die Felsen mit Muscheln überwachsen, durch die kleinen Pfützen in den Mulden ziehen Seeschnecken und laufen kleine Krebse.

 

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In einer Strandbar – dem von netten Menschen betriebenen ‘Titi Twist Telgruc’ – kann man abends solche Miesmuscheln, wie die am Strand mit Fritten essen, Musik hören und Bier trinken.

Camping

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Am Campingplatz essen wir Baguette mit Ei oder Gegrilltes.

Küste

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Man kann auf markierten Wegen auf vielen Abschnitten die steile Küste entlanglaufen. Auf dem Weg zum ‘Pointe de Dinan’ führen immer wieder Pfade zu Stränden mit einigen wenigen Badenden, oder nur Kieseln und Felsen hinab.

 

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Neben der Mündung der ‘Aber’ ist der Felsen in Richtung der schräg aufgefalteten Schichtung zu einer Reihe merkwürdig gerundeter Kanäle ausgewaschen.

Schiffe

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Im Port Rhu in Douarnenez gibt es ein Hafenmuseum. Ich treffe mich dort mit dem Wiesbadener Zeichner Jörg Asselborn, der zufällig ebenfalls mit seiner Familie in der Bretagne urlaubt – im Haus besuchen wir eine tolle Ausstellung zum Holzbootsbau und im Hafen einige Schiffe, wie den Hafenschlepper St. Denys. Ich konnte mir danach im Café seine schönen Zeichnungen aus der Bretagne im Original anschauen – hier sind sie in seinem Blog.

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In Camaret im Nordwesten der Halbinsel liegen hafenseitig an der Mole einige aufgegebene Fischerboote. Bei einigen lösen sich die ersten Planken, von anderen ist fast nur noch das Holzskelett übrig. Unter den rostenden Aufbauten befindet sich bei Allen ein hölzerner Rumpf.

Argol

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In Argol im Inneren der Halbinsel besuchen wir das ‘Musée des Vieux Métiers’ – Männer und Frauen im Rentenalter demonstrieren und erklären traditionelle Handwerkstechniken wie Spinnen, Weben, Schmieden etc. Der Holzschuhmacher ist nicht da, so dass ich ungestört seine Werkstatt zeichnen kann, in der um die Kopierfräse zum Arbeiten der Aushöhlung Werkstücke in unterschiedlichen Fertigungsstadien rumliegen.

Telgruc

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Der Ort an dem sich unser Campingplatz befindet hat in seiner Mitte diese niedrige granitene Kirche, auf deren Westfassade ein durchbrochener Turmhelm thront. An einem Sonntag findet auf dem Platz neben der Kirche ein Flohmarkt statt.

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In dem Café neben dem Platz treffe ich mich an unserem letzten Urlaubstag mit der im Ort geborenen Zeichnerin Sylvie Bargain – wir zeichnen die ‘Moulin de Luzeoc‘, die weit sichtbar auf der östlichen Talseite steht und deren z.Zt. unbespannter Rotor auf das Meer gerichtet ist. Die Mechanik der Mühle wurde kürzlich rekonstruiert.

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An einer Strassenecke zeigt mir Sylvie die Quelle Saint Divy. In Ihren Abfluss ist ein mittelalterlicher Sarkophag integriert. Es soll gegen Nierenleiden (nicht gegen Rückenleiden, wie ich zunächst verstand und verkündete) helfen, wenn man sich hineinlegt (dabei sollte man gegen die Seelenheil gefährdende Nebenwirkung der wohl etwas diabolischen Heilwirkung kräftig beten).