Mittag

Ich esse Fisch im ‘New Asia Food’ in der Danckelmannstraße – als einziger Gast vor Ort. Der Wirt hat neuerdings einen imposanten grauen Bart. Leider sieht man den nicht, wenn er hinter seiner hohen Theke sitzt. Dort arbeitet er konzentriert irgendwas und nimmt ab und zu telefonische Bestellungen entgegen die ab und zu – von der Frau in der Küche weiter hinten gekocht – abgeholt werden.

Lunch break at ‘New Asia Food’ in Danckelmannstrasse – I am the only guest inside. The host has grown an impressive beard lately. Unfortunately, it is currently hidden behind the counter. There he is working and, from time to time, receives orders via phone, that are picked up by take away guest from time to time – all cooked by the lady in the kitchen in the back.

Suppe

Im Kühlschrank ist noch ein halber Hokaido Kürbis.

Während Kartoffeln, Lorbeer und später noch ein paar Möhren kochen, habe ich etwas Zeit.

Kürbis, Sellerie, Knoblauch, Pepperoni und Ingwer muss ich hin und wieder wenden. Dann kommen Pepperoni und Lorbeer raus und sonst alles in den Topf und unter den Pürierstab.

Walnuss + Pilze

Der Walnussbaum im elterlichen Garten. | The walnut tree in my parents garden.

Die Ausbeute eines Waldspaziergangs – nachdem es diesen Herbst wohl wenig Pilze gab, fanden wir nach wenigen Tagen mit Regen Steinpilze.

The pickings of a walk in the woods – after there have been few mushrooms this autumn, we found some boletus after a few days with rain.

Kernobst

Die beiden Quitten gab es im Supermarkt. Der Boskop ist aus einer Kiste, die mir ein Freund, der einen Garten mit Obstbäumen in Brandenburg hat, schenkte.

The quinces are from the supermarket. The Boskop is from a box, a friend and owner of a Brandenburg garden with fruit trees gave me as present.

Gemüse

Draussen wird es wieder früher dunkel. Drinnen liegt herbstfarbenes Gemüse herum.

“… köcheln lassen, bis die Bohnen gar sind. Nun den Spinat und die Tomaten hinzufügen …” steht im Rezept [Sally Butcher, ‘Veggistan’, Seite 116] – genügend Zeit um beides vorschriftsmäßig zu zerteilen und zu malen.

Reste und ‘Beifänge’ des Einkaufes bleiben für morgen übrig.

Özgür Market

Ich fahre mit dem Fahrrad durch die Gegend und gerate am U-Bahnhof Siemensdamm an die gleichnamige Strasse. Dort ist ein großer Parkplatz und in einem Einkaufszentrum und den angrenzenden Ladenlokalen darum die lokale Grundversorgung – Edeka, Netto und Drogeriemarkt, Sparkasse, Post, Billigklamottenläden, ein Küchen/Möbel/Heimwerkermarkt, Bäcker, Bistros, Erotikmarkt, Spielhalle, Imbissbuden und, im Eckgebäude Nonnendammallee/Jungfernheidestraße, der Özgür Market.

Im angegliederten Café muss man wissen was es gibt, keine Speisekarte oder so. Ich bestelle (mit Zeigen) etwas Käsegefülltes, ich vermute Börek, und einen Kaffee (beides sehr gut) und setze mich an einen Tisch. Hinten versorgen Typen mit grünen Poloshirts Melonen. Hinter mir, direkt im Café, klopft ein Bäcker klatschend Hefeteig. Jemand schreibt mit dickem Filzer auf neonfarbenem Karton Preisschilder für Gemüse, am Nebentisch machen Mitarbeiter Pause.

I stroll on my bicycle and end up at Siemensdamm, at the U-Station with that name. There is a parking lot and in a mall and the surrounding shops are the local basic services – Edeka, Netto, drugstore, Sparkasse, post office, cheap garment stores, kitchen/furniture/diy-store, bakeries, bistros, porn store, amusement hall, takeaways and, at the corner Nonnendammallee/Jungfernheidestraße Özgür Market.

In the associated café one must know what is offered – no menu or else. I order (by pointing at it) something filled with cheese, börek, I guess, and coffee (both good) and sit at some outside table. In the back two guys with green polo shirts take care of melons. Behind me, inside the café, a baker beats yeast dough flat with a clapping sound. Someone writes labels for vegetable on chunky colored cardboard with a broad marker, at the table aside of mine staff has a break.

New Asia Food

 

Diesen Imbiss in der Dankelmannstrasse gibt es jetzt schon min 10 Jahre. Er wird von einem Paar betrieben. Er wirkt etwas eulenartig, aber die missgelaunte Anmutung täuscht, zumindest ist er nicht unfreundlich. Und sie ist nett.

Über einem großen Edelstahlkühlschrank hängt ein gerahmtes Schwarzweißfoto eines traditionell asiatisch gewandeten verwitterten Mannes, der eine asketische Autorität ausstrahlt. Direkt daneben ist eine Überwachungskamera und darunter liegt ein Glaskugel. An dem ohnehin tresorartig anmutenden Kühlschrank steht ‘privat’ – der Getränkekühlschrank daneben ist wohl öffentlich. Darauf steht noch eine kleinere und modernere Kamera. Der ganze Theken-Küchen-Komplex wirkt gut befestigt und wehrhaft.

Das  – deftige und leckere – Essen kommt trotz ‘Selbstbedienung’ an den Tisch.

Bra – Bel

Wir wollen draußen essen und finden einen guten Tisch im ‘Cordoba’. Gut ist vor allem, dass ich mit dem Rücken zum TV sitze und Zuschauer gucken kann. Die meisten sind für Brasilien oder nicht sehr interessiert, nur wenige freuen sich über Belgien.