# essen

Beiträge zum auswärtigen oder selbstgekochtem Essen.
(Es gibt auch noch #kochen)_:

Der Walnussbaum im elterlichen Garten. | The walnut tree in my parents garden.

Die Ausbeute eines Waldspaziergangs – nachdem es diesen Herbst wohl wenig Pilze gab, fanden wir nach wenigen Tagen mit Regen Steinpilze.

The pickings of a walk in the woods – after there have been few mushrooms this autumn, we found some boletus after a few days with rain.

Die beiden Quitten gab es im Supermarkt. Der Boskop ist aus einer Kiste, die mir ein Freund, der einen Garten mit Obstbäumen in Brandenburg hat, schenkte.

The quinces are from the supermarket. The Boskop is from a box, a friend and owner of a Brandenburg garden with fruit trees gave me as present.

Draussen wird es wieder früher dunkel. Drinnen liegt herbstfarbenes Gemüse herum.

“… köcheln lassen, bis die Bohnen gar sind. Nun den Spinat und die Tomaten hinzufügen …” steht im Rezept [Sally Butcher, ‘Veggistan’, Seite 116] – genügend Zeit um beides vorschriftsmäßig zu zerteilen und zu malen.

Reste und ‘Beifänge’ des Einkaufes bleiben für morgen übrig.

Ich fahre mit dem Fahrrad durch die Gegend und gerate am U-Bahnhof Siemensdamm an die gleichnamige Strasse. Dort ist ein großer Parkplatz und in einem Einkaufszentrum und den angrenzenden Ladenlokalen darum die lokale Grundversorgung – Edeka, Netto und Drogeriemarkt, Sparkasse, Post, Billigklamottenläden, ein Küchen/Möbel/Heimwerkermarkt, Bäcker, Bistros, Erotikmarkt, Spielhalle, Imbissbuden und, im Eckgebäude Nonnendammallee/Jungfernheidestraße, der Özgür Market.

Im angegliederten Café muss man wissen was es gibt, keine Speisekarte oder so. Ich bestelle (mit Zeigen) etwas Käsegefülltes, ich vermute Börek, und einen Kaffee (beides sehr gut) und setze mich an einen Tisch. Hinten versorgen Typen mit grünen Poloshirts Melonen. Hinter mir, direkt im Café, klopft ein Bäcker klatschend Hefeteig. Jemand schreibt mit dickem Filzer auf neonfarbenem Karton Preisschilder für Gemüse, am Nebentisch machen Mitarbeiter Pause.

I stroll on my bicycle and end up at Siemensdamm, at the U-Station with that name. There is a parking lot and in a mall and the surrounding shops are the local basic services – Edeka, Netto, drugstore, Sparkasse, post office, cheap garment stores, kitchen/furniture/diy-store, bakeries, bistros, porn store, amusement hall, takeaways and, at the corner Nonnendammallee/Jungfernheidestraße Özgür Market.

In the associated café one must know what is offered – no menu or else. I order (by pointing at it) something filled with cheese, börek, I guess, and coffee (both good) and sit at some outside table. In the back two guys with green polo shirts take care of melons. Behind me, inside the café, a baker beats yeast dough flat with a clapping sound. Someone writes labels for vegetable on chunky colored cardboard with a broad marker, at the table aside of mine staff has a break.

 

Diesen Imbiss in der Dankelmannstrasse gibt es jetzt schon min 10 Jahre. Er wird von einem Paar betrieben. Er wirkt etwas eulenartig, aber die missgelaunte Anmutung täuscht, zumindest ist er nicht unfreundlich. Und sie ist nett.

Über einem großen Edelstahlkühlschrank hängt ein gerahmtes Schwarzweißfoto eines traditionell asiatisch gewandeten verwitterten Mannes, der eine asketische Autorität ausstrahlt. Direkt daneben ist eine Überwachungskamera und darunter liegt ein Glaskugel. An dem ohnehin tresorartig anmutenden Kühlschrank steht ‘privat’ – der Getränkekühlschrank daneben ist wohl öffentlich. Darauf steht noch eine kleinere und modernere Kamera. Der ganze Theken-Küchen-Komplex wirkt gut befestigt und wehrhaft.

Das  – deftige und leckere – Essen kommt trotz ‘Selbstbedienung’ an den Tisch.

Wir wollen draußen essen und finden einen guten Tisch im ‘Cordoba’. Gut ist vor allem, dass ich mit dem Rücken zum TV sitze und Zuschauer gucken kann. Die meisten sind für Brasilien oder nicht sehr interessiert, nur wenige freuen sich über Belgien.

In einem Hochbeet an der Neuköllner Seite des Tempelhofer Feldes wachsen Erbsen.

In a raised bed at the Neukölln side of Tempelhofer Feld grow peas.

Der Chef des ‘Little Tokyo’ meint, bei ihm sei es wie bei der WM, Kimuchi sei leider aus. Ich bin etwas verwirrt und bestelle stattdessen Wakame. Der Laden ist ziemlich leer. Er bringt Wakame und stellt sich in die Tür, Nachbarn kommen vorbei, man unterhält sich. Unten neben der Treppe zur Küche steht ein kleiner Fernseher, natürlich läuft Fußball, und ich bekomme erst jetzt mit, dass Südkorea wohl gerade aus dem Turnier ausgeschieden ist. Endlich verstehe ich den Witz.

The chef of ‘Little Tokyo’ says, it is like Worldcup, kimuchi is finished. I am confused and order wakame instead. The place is quite empty, he serves wakame and than stands by the door. Neighbours pass by, they chat. There is a small TV by the stairs to the kitchen. Soccer, naturally. Only now I learn, that South Korea just dropped out of the tournament. I finally get the joke.

In diesem schönen Sushi-Laden der Ecke Kaiser-Friedrich-Str. | Spandauer Damm war ich am Samstag Abend der Einzige, der dort aß. Die anderen Gäste haben ihr Sushi mit genommen, wie diese Frau.

_ in der Markthalle Neun. Die Fritten auf der Tafel in der Mitte für 5,5 waren mit irgendwas (evtl. Wurst).