# berlin

Gekrakel aus dem Wohnort:

Heute eröffnete das diesjährige (Xte) Wassermusik Festival im Haus der Kulturen der Welt. Auf der wunderbaren Terrasse des ehemaligen Kongresszentrums im Tiergarten gibt es zu meist wunderbarer Musik Abendsonne, Getränke und am Ende einen Film.

Als Hauptgruppe spielte Heute Arto Lindsay & Band. Toll.

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Gestern Abend, zum Veröffentlichungstag des Albums ‘the underside of power’ spielten die Algiers im Musik&Frieden. Es war voll und eng und nah und laut und super.

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Vor einigen Wochen hat Katrin mir diese Bar gezeigt. In einem Gewölbe unter der S-Bahn, kurz vorm Zoo, gibt es jeden Abend Jam-Sessions, sowie Cocktails, Spirituosen oder Craft Beer am langen Tresen. Die sehr schmale Bühne ist gegenüber. Nur wenige Gäste drehen sich vom Tresen weg, den Musikern zu, aber alle scheinen den Luxus von ambitionierter Live-Musik zu Getränk und Gespräch zu geniessen, und applaudieren entsprechend.

– liegen zusammengekoppelt am Westhafenkanal.

Diese beiden ‘sehr großen Transportwannen’ werden wohl nie aus Berlin herauskommen. Ihr einziger selbstständiger Antrieb sind die beidseitig angeordneten Winden – man kann nicht mal von ‘Heck’ oder ‘Bug’ sprechen. Dennoch vermitteln sie ein wenig nautische Romantik. Sie sind dieser Wasserwelt zugehörig, deren Netz potentiell überall hin führt.

zwischen Linden- und Schwanenwerder gibt es diese Badestelle. Sandige Uferstücke, Schilfstreifen und Gebüsch wechseln sich ab. Am letzten Maiwochenende lockt das verfrühte Sommerwetter Viele zum Baden.

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Yasmine Hamdan und ihre Band spielen Donnerstag Abend 2 Stundenin der ausverkauften Columbiahalle. Die Musik ist wunderbar dicht und nuanciert, beim letzten Lied wird es noch einmal laut und schnell. Als eine Zugabe ‘Beirut’. Übersetzungen der Texte habe ich nach dem Konzert alle hier gefunden, die Namen der 3 fantastischen Mitmusiker (sie wurden genannt, aber ich konnte sie mir nicht merken), leider nicht.

Yasmine Hamdan and band play for 2 hours in the sold out Columbiahalle. The music is wonderfully dense and nuanced, the last piece gets loud and quick. As extra ‘Beirut’. I found translations of the lyrics here, but not the names of the 3 fantastic band members (they were said, but I forgot …)

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Am 8. April spielte die Polnische Kapelle Lautari zum Free Music Festival im Haus der Kulturen der Welt von Oskar Kolberg aufgeschriebene Musik – wunderschön!
At 8th April the polish Band Lautari played pieces, collected and written down by Oskar Kolberg at the free music festival in Haus der Kulturen der Welt – wonderful!

Zwischen den eng gestellten Trödelständen drängen sich beim heutigen schönen Wetter die Leute. Hinter mir gibt es ‘alles auf dem Tisch für nur einen Euro’. Der Mensch vom Stand gegenüber kommt gucken, was ich mache, Zeichnen ist ok und uninteressant.

Flea market on Berlin Leopoldplatz

People crowd dense between the market stalls. Behind me is ‘everything on the table for 1 Euro’. The guy from the opposite stall comes to view – drawing is ok and not interesting.

Ein paar Meter weiter – ich stehe unbemerkt und man unterhält sich. Sie: ‘Im Alter muß man sich zwischen Kuh und Zicke entscheiden.’ Sie habe Kuh gewählt, Zicken seien faltig. Während ich noch über mich nachdenke – eher Zicke, Falten sind mir egal – bemerkt sie mich, vermutet dass ich schreibe – was und vor allem warum wohl? Putins Geheimdienst vermutlich, aber sie kommt doch gucken. Zeichnen findet sie gut, besser als schreiben, nur das angefangenen Bild ihrer Person sei häßlich. Ist ja noch nicht fertig. So jung wie ich wolle sie übrigens nicht mehr sein (ich kann also die Zicke/Kuh-Entscheidung aufschieben) – wg. der Arbeit. Sie habe gern gearbeitet, aber heute sei das Krieg. Und hier am Stand, ist das keine Arbeit. ‘Ne, das ist reiner Spaß.’

A bit further – I stand unrecognized and they talk. She: ‘When old you got to decide between goat and cow.’ She did choose cow, goats are wrinkly. While i still think – goat, I would say, I do not mind wrinkles –  she spots me and guesses I am writing, but what and why? Putins secret service, presumably, but she comes viewing. Drawing is better than writing, but her image looks ugly. Not yet finished. She would not want to be as young as me – I can postpone the goat/cow-question – cause of work. she has liked to work, but now work is war. And here at the stand, is this not work? ‘No, it is pure fun.’

Am Eingang neben der Kirche werden sie Kartons langsam weggepackt. Ich stehe an einem Poller, neben einer Kiste mit (abgenutzten) Feilen, Schraubenziehern- und Schlüsseln. Dauernd fragen mich Leute, was die Werkzeuge kosten sollen, der Typ vom Stand hockt weiter weg – er hat offenbar allerlei Kisten mit Waren aller Art, ruft aber nach meinem mittlerweile routinierten Hinweis immer ‘2 Euro das Stück’. Niemand kauft was.

At the entrance by the church boxes are packed. I am standing at some pole by a box with (overused) rasps, screw-drivers and -wrenches. People ask me prices, the guy running the stall is quite a bit away – seems to have a lot of boxes with stuff. He shouts ‘2 Euro per piece’ on my more and more routined hints. No body buys anything.

Zum Frühling sind die Hosen auf dem Wochenmarkt auf dem Klausenerplatz berfuß und halb bauchfrei.

In spring the pants on Klausenerplatz weekly market have bare feet and bellies.

 

Mit dem M45 nach Spandau – an der Endstation am Johannesstift ist das Tiergehege, von dort kann man weiter die Kuhlake entlang durch den Spandauer Forst spazieren. Die Kuhlake entwässerte wohl früher das Moor zur Havel, das mit diversen Aufstauungen der Havel bereits seit dem Mittelalter verlandete, so dass das Wasser jetzt umgekehrt aus der Havel in die Kuhlake fliesst und nahe dem Tiergehege im Kuhlaketeich endgültig versickert. Auch im Wald bildet sie eine Reihe sumpfiger Tümpel, die sehr moorig anmuten.
Ich darf nur einmal kurz zeichnen, da meine Familie zu hungrig zum Verweilen ist (merke: auch auf kurzen Spaziergängen Proviant und Lektüre mitführen, so ausgestattet hätte ich sicher mehr malen dürfen) – wir wandern zu den 2 kleinen Seen, die bei Google Moorpfuhl (groß und klein), auf der Kartentafel am Forst aber Natternteich heißen, laufen einmal rum (schöne urige Tümpel mit Schilf und Birken am Ufer) und dann zurück, zu Heidis Landgaststätte an der Bushaltestelle, wo es Essen und Trinken gibt. Meine Fassbrause kommt in einem Colaglas-wie-früher. Die Tischdecke male ich nicht mehr aus – wer wissen will, wie hübsch das Blumendekor war, muß selbst ausmalen (Zahlenangaben beachten).