Zu Mittag am Donnerstag im Cafe Feyza. Der Laden an der Ecke nah unserer Wohnung wechselte über die Jahre den Schwerpunkt vom Minikiosk direkt an der Ecke – Büdchen also – über Universal-Dienstleister – Packetpost, Geldtransfer, Zeitung, Kaffee –  im grösseren Laden daneben, zum Café mit ein bisschen Kiosk ebenda und jetzt. Dieses mag ich sehr.

Selbstgebackenes zum Tee. Auf dem Tisch Orchideen – Plastik und Stoff, die Sonne strahlt durch Schaufenster und Vase und macht rosa Flecken in den Schatten.

Im Grunewald gibt es nur noch einzelne Schneeinseln und Eis auf den Wegen.

Auf kleinen Buchten der Havel ist eine dünnen Eischicht, dahinter spiegelt sich hellorangenes Nachmittagslicht im offenen Wasser.

Zwischen Treibholz und freigewaschenen Wurzeln direkt am Ufer ist der Rest einer dickeren Eischicht meist zu kleinen Schollen zerbrochen.

 

In Grunewald are only some snow patches left and ice on the paths.

In small bays of river Havel is a thin layer of ice, the pale orange afternoon light is reflected by the open water behind.

Between driftwood and washed out roots at the riverside a leftover thicker layer of ice is mostly cracked to slabs.

Während ich zeichne dringt ein Satz der Unterhaltungen, die ich sonst höre, ohne ihren Inhalt wahrzunehmen, in mein Bewusstsein. Da mir der Zusammenhang entgangen ist, weiß ich nicht, was der Wirt nicht aufklärt, indem er sagt: “Thüringen? Ick bin Wirt und kein Erdkundelehrer. Keine Ahnung.”

Es liegt ein wenig Schnee, so dass die ca.10 m hohe, fichtenbewachsene Böschung am Rande der Gegengerade des Eisrings bei entsprechender Sehnsucht alpin anmutet.

Diesen Sonntag ist das Eisstadion besonders voll, um 14:00 öffnet die Innenfläche und auch der Aussenring bleibt noch 1 Stunde auf. Das frische Eis lockt viele nach Innen.

_ in Kaffeeläden.

Das Caras am Ernst-Reuter-Platz ist aufgeräumt und viele Produkte enthalten Vitamine.

Im Starbucks in der Wilmersdorfer ist es warm, man kriegt Kaffee und wird dann genauso wenig behelligt, wie die rumstehenden Tassen der Vorgäste.

_fahren wir nach Westen, zum Besuch der (Schwieger-/Groß-) Eltern. Im ICE kann man zum Süßgetränk Lesen oder sich digital vergnügen.

Im Regionalexpress in Westfalen fährt ein Hund mit.

Zwischen den Mahlzeiten spielen wir im Garten Ballabwerfen,

malen auf einem Sackgleis am nahen Bahnhof abgestellte Schüttwagen

oder essen kristallinen Marmorkuchen.

Im vollgepackten Regionalexpress geht es weiter ins Rheinland.

Im Garten stehen Heckenbuchen,

alte Freunde kommen zu Besuch,

und vor der Heimfahrt schaue ich noch einmal vom raubereiften Ufer in den Teich hinter dem Garten.

Quitte Apfel Zwiebel Chili

Frost, aber viele trinken ihren Kaffee trotzdem vor dem Brotgarten. Ich auch.

Von ‘meiner’ U-Bahn-Station zur Deutschen Oper sind es 2 Stationen. Meine Tochter war Abendes in der Oper, ich hole sie ab. Zuvor fahre ich noch 2 Stationen weiter, zum Zoo, steige die Treppe vor dem ‘Zoofenster’ hoch und gehe zur Ecke Hardenbergstrasse / Kantstrasse. Ich stehe eine Weile vor den Blumen und Kerzen, die um den Pfeiler gegenüber des Breitscheidplatz gelegt wurden.

Links gegenüber ist das Kino, dort habe ich im August gesessen und den Platz um die Gedächtniskirche gezeichnet – an einem Abend mit warmer Luft und vielen herumziehenden Menschen.

Heute zeichne ich nicht, sondern lege eine mitgebrachte Papierblume zu den anderen Blumen und steige wieder in die U-Bahn.

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Sonntagnachmittag, S75 von Friedrichstrasse nach Westkreuz

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Freitagabend, Westend nach Schönhauser Allee