## skizzenbuecher

lokative skizzen

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von halbneun bie halbzehn im Laden von Bernhardts Bäckerei. Leute kaufen Brötchen oder Belegtes – In der Backstube wird derweil an der Auffüllung der Kuchenvitrine gearbeitet.

Ende Mai fliege ich nach England, zum Workshop ‘Drawing People on Stage’ mit Isabel CarmonaSwasky  und mir in Brighton. Der gehört zur Reihe ‘Pushing your Sketching Boundaries’, die Isa aund Swasky mit unterschiedlichen Partnern seit 2014 betreiben. Ich werde Swasky wieder und Isa das erste Mal treffen und freue mich auf die gemeinsame Zeit.

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*Der Flug von Schönefeld nach London geht schnell vorbei, in Gatwick steige ich in den Regionalzug nach Brighton.

*Im Zug diskutieren ältere Menschen über den Onlinekauf von Taschen, sie hat eigentlich nur Probleme mit den metrischen Maßangaben – ‘I just can´t think centimeters’. Er, links aus dem Bild hat einen Kompass an seiner online gekauften Tasche, wir fahren nach Süden. Sie: ‘That is good. I actually hoped for that!’

Tatsächlich erreichen wir Brighton nach nur gut 30 Minuten. (more…)

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Heute morgen sind die Türen am Haupteingang des ICC wieder in Benutzung. Hier ist jetzt ein ‘Leistungszentrum’ des LaGeSo. Jeder Geflüchtete soll zunächst hier hin, um dann mit Shuttlebussen zum eigentlich zuständigen Amt gebracht zu werden. (mehr hier)

Die ankommenden kleinen Gruppen werden von orange bewesteten Personal weiter verwiesen und verschwinden rasch im Gebäude. Ab und zu kommen Bewohner der weiterhin in den Obergeschossen des ICC von den Maltesern betriebenen Notunterkunft runter und trinken zur Zigarette einen Becher Tee.

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Nach längerer Zeit war ich mal wieder in der Kulturwerkstadt. Es gibt schöne neue Plastiken von Fernando (z.B. die Wolkengesichter links oben in der Bühne), viele Gäste und schöne Stimmung (obwohl die mit udojürgendeske Gesang vorgetragenen arg schablonenhaften Geschichten von Tal Balshai nichts für mich sind).

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Wir fahren übers Maiwochenende nach Süd-West-Pommern, auf den Pferdehof Podkowa nahe Moryn.

Ich entdecke bald den für polnische Reiterhöfe offenbar obligatorischen Ursus-Trecker.

Neben einem kleinen Wohnhaus und einigen Nebengebäuden gibt es einen riesigen Stall – Backstein über aus Granit-Findlingen gemauertem Sockel, viel Dach mit Gauben und Reitern, mit Wellfaserbetonplatten gedeckt.

Darin gut gelaunte Pferde und eine wohlorganisierte Sattelkammer.

Zur Mainacht machten wir Feuer unter sternenreichem Riesenhimmel.

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Am Westhafenkanal liegen heute, neben den üblichen Lastkähnen, 2 polnische Binnenschiffe. Ich zeichne vom Heck des mit ‘Bydgoszcz’ beschrifteten Schiffes (ich weiß immer nicht, ob das nun der Schiffsname, oder die Herkunftsstadt, oder Beides ist – Bydgoszsc (dt. Bromberg) lieg an der Weichsel und dem Bromberger Kanal und ist von Berlin auf dem Wasserweg erreichbar (Quelle Wikipedia…)).

Ich habe gerade angefangen, da kommen die polnischen Schiffer angelaufen, einer beguckt mein Gemale, er ist nett, ich meine, dass es noch nicht fertig ist und er sagt etwas auf polnisch – dass er jetzt auch nicht gleich wegfahre, deute ich mal.

Er verschwindet im Schiff, ich sehe noch ein paar Arme aus eine Luke kommen, die Parabolschüssel richten.

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anderthalb Tage Bozen im April

*Frühstück nach Ankunft *und am nächsten Tag zu Mittag Bierspeckknödel.

*Den Trödelmarkt am Siegesplatz auf der östlichen Talfer-Seite entdecke ich erst, als er schon abgebaut wird.

In der Krypta des nahen Siegesdenkmals besuche ich die Dokumentation BZ ’18-’45- ein Denkmal, eine Stadt, zwei Diktaturen – vielschichtig und informativ, eine sehr gelungene Ausstellung an diesem schwierigen Ort!

*Ich trinke einen Wein in der in der faschistischen Randbebauung des Siegesplatzes gelegenem Cafe Tiffany. * Weiter der östlichen Seite der Talfer spaziere ich am Ufer aufwärts, bis ich links in den Rafensteiner Weg abbiege. In einem Weinberg steht eingezäunt dieser Turm, ich zeichne den Blick zurück auf Bozen, bevor ich zum Bushof laufe und in den Nachtbus nach Berlin steige.

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‘come together’ im Divan (interkulturelles Stadtteilzentrum in der Nehringstrasse).

Erst Sport, dann Essen.

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Ein Kirschbaum auf dem Ziegenhof blüht früher, als die Anderen.

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Am Samstag auf dem Washingtonplatz – schon im Hauptbahnhof versperren Polizisten den Weg – ein (recht durchsetzungsfähig, aber freundlich aussehender) Polizist fragt, ob wir zur Demo wollten. – “Ja” – “Zu welcher?” – “Die gegen … äh, nein für … die Weltoffene halt.” – “Dann bitte da rechts lang.” – So gelangen wir zur Kundgebung “Für ein weltoffenes und tolerantes Berlin”. Zwischen den 3 Rednern trommelt immer wieder eine Sambagruppe (ich glaube sie hieß “Furioso” oder so). Ein schöner Kontrast, nicht nur zu dem dumpfen rechten Aufmarsch in unserem Rücken, sondern auch zur Außentemperatur.

Auf der anderen Ecke des Platzes ist der Aufmarsch der Rechten. Über den Dächer der Polizeiwagen sieht man nur eine paar Fahnen, die Sicht wird meist von den “wir sind viele – Berlin gegen Nazis” – Plakaten verdeckt.