## skizzenbuecher

lokative skizzen

Hinten im Schlosspark führt ein Trampelpfad an das Ufer eines bewachsenen Grabens. Um fünf Uhr ist der Himmel hinter den Silhouetten der Bäume fahl gelb, nur einig Blätter scheinen orange im graublau.

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Am 31.10. kommen wir in Rom an. Der Fernseher im Hotelzimmer zeigt Deutsches Fernsehen und also eine Luther-Biographie. Ich fliehe in die nächste Trattoria/Bar, wo der ‘Shot’ heute nur 1 Euro kostet, nehme mir ein Bier, setze mich an einen Tisch neben der Bar und beobachte gruselig kostümierte Römer.

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Am nächsten Tag ist unter dem Giordano-Bruno-Denkmal Markt, wir sitzen auf dem Sockel, mit dem Rücken zu einem Bronzekranz, an dem diverse Zettel mit Huldigungen kleben.

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Abends fahren wir mit der überfüllten Strassenbahn, zurück nach San Lorenzo, wo unserer Hotel (Namens Villa San Lorenzo) ist. In der Nähe ist ein Musikclub, ‘Le Mura’, um hineinzukommen, entrichte ich eine ‘Aufnahmegebühr’, erhalte einen hübschen bunten ‘Mitgliedsausweis’ und kann dann drinnen an der Bar Bier trinken.

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Gegen 11 beginnt die Musik, 2 Typen, Gitarre und Beatboxing, sind zusammen ‘monkeyonecanobey’ und ziemlich gut.

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Am nächsten Morgen in die Vatikanischen Museen – dort bewacht einer der ‘Cani Molossi’ den Eingang zu einer Galerie (der andere ist ‘in restauro’). Am Pantheon wird das Bewachen, wie z.Zt. überall in Rom, von jungen Menschen mit Gewehren erledigt.

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Am 3 Tag regnet es, und wir lungern erstmal etwas im Hotelzimmer herum. Auch später, an den Quattro Fontane regnet es immer wieder, Menschen stellen sich im eng an der Fahrbahn gelegenen Portal von Borrominis Kirche unter, warten mit hochgezogenen Schultern auf die Fußgängerampel (Touristen) oder laufen gehetzt über die enge Kreuzung.

Am letzten Abend in Rom gehen wir noch einmal in die Trattoria da Marcello, mit Ochsenschwanz gefüllte Ravioli essen.

Ende Oktober verbringen wir 10 Tage auf Sizilien.

Der Garten

Unsere Ferienwohnung in Scopello steht an einem riesigen, mit einer Mauer umschlossenen Garten – darin über 100 Olivenbäume, ähnlich viele Zitronen und Orangenbäume, Mandarinen, einige Feigen, dazwischen Auberginen, Zucchini weiteres Gemüse oder üppige Wiesen.

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Wir dürfen pflücken was wir wollen – Sergio, der meist im Garten zu finden ist, rät uns, die säuerlich frischen Orangen mit etwas Salz zu essen.

Er selbst ist mit einem seiner Brüder die meiste Zeit mit der Olivenernte beschäftigt. Irgendwann ist auch der Baum direkt vor unserer Wohnung dran und wir dürfen mithelfen:

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Unter dem Baum wird ein Netz ausgebreitet. Man greift die einzelnen, dicht mit vielen grünen und wenigen dunklen Oliven behangenen, elastischen Zweige und kämmt die Oliven mit der Hand oder einem harkenartigen Werkzeug, der ‘Manina’ (Händchen) ab – entweder ins Netz oder gleich in einen Eimer. Die Bäume werden beim Ernten auch beschnitten – besonders die Zweige, an die man auch mit Stehleitern schlecht herankommt, werden mit einer Handsäge abgeschnitten und dann am Boden abgestreift.

Wenn man herumfährt sieht man überall Leute bei der Olivenernte – oft ganze Familien, die neben der (anstrengenden) Arbeit auch mitgebrachtes Essen verzehren oder die Kinder ‘anlernen’. Offenbar haben viele Familien irgendwo ein paar Bäume.

Die Oliven werden in Säcke verpackt und zu einer der vielen Ölmühlen gefahren. Menschen tragen Säcke aus ihren Kleinwagen hinein und kommen mit gefüllten Kanistern wieder hinaus.

Wir bekommen ein Fläschchen ganz frisches Öl, das sehr kraftvoll fruchtig, und noch ein wenig bitter schmeckt (ähnlich dem heftigen Gechmack einer frischen Olive vom Baum). Der bittere Geschmack verschwindet nach einigen Wochen.

Katzen und Hunde

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Nachdem ‘unser’ Baum abgeerntet ist kommen auch die etwa 10 Katzen des Gartens zurück, um sich auf der Terrasse zu sonnen oder kleine Essensspenden entgegenzunehmen. Nur eine der Katzen gehört ‘offiziell’ zu den Häusern, die andern gehen nur einfach nicht weg und werden daher mit versorgt (oder umgekehrt).

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Auch die Hunde, die über den mit einem Trinkwasser liefernden Brunnen ausgestattenten Platz des Ortes streunen, scheinen autonom zu leben und hoffen meist vergeblich auf Spenden von den Gästen der Cafés.

Das Meer

Vom Ort geht man den steilen Hang hinab an das Felsige Ufer. Am ersten Tag ist das Meer noch ruhig – in den nächsten Tagen wird es von starkem Wind aufgewühlt.

Das nahe Naturreservat ‘Zingaro’ ist das letzte Stück unbebauter Sizilianischer Küste. Der Bau einer Küstenstraße wurde in den 1980er Jahren von Bürgerprotesten gestoppt. Jetzt kann man auf einem Küstenpfad entlangwandern und zwischendrin kleine Museen zu Natur und Kultur anschauen. Die höher gelegenen Bergpfade sind nach Bränden im Sommer noch gesperrt. Wir laufen auf dem Küstenpfad bis zur ‘Calle della Cisa’, wo zwischen den Felsen Wellen auf den Kieselstrand klatschen.

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Am folgenden Tag fahren wir um den ‘Zingaro’ herum, zu einem nördlich gelegenen Felsufer mit einer kleinen sandigen Bucht, klarem kalten Meer und Blick auf den ‘Monte Cofano’

Am letzten Abend sitze ich im Hafen von Castellammare dell Golfo. Am östlichen Ende liegen die kleinen Fischerboote, auf der Mole Bündel von Netzen und dazwischen edelstahlene Stände, an denen die Fischer vormittags ihren Fang verkaufen. Jetzt um sechs sind nur einzelne Fischer mit Wartungsarbeiten auf den Booten beschäftigt – es wird schon dunkel, das Wasser glänzt schwarz, dahinter die gelblich beleuchtete Hafenpromenade mit Restaurants und Bars.

Im Garten unserer Ferienwohnung in Pula (in Istrien) wachsen Pflaumen, Äpfel, Feigen, Oliven und Granatäpfel (die ich hier zum ersten Mal wachsen sehe).

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An einem Morgen trinke ich Kaffee an einem Café an einer Strassenecke, am Abend einen Wein mit Blick durch einen Ihrer Bögen in die Arena.

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Am Strand von Pula wachsen hohe Pinien. Etwas weiter südlich ist die Halbinsel Kamanjak mit niedrigen Kiefern bewachsen, die dem Wind folgend alle landwärts lehnen. Dazwischen sitzen wir im Schatten und schauen den felsigen Hang hinunter auf das Meer, oder schwimmen darin.

Am Kai direkt bei der Altstadt liegen die Fischerboote. Am Vormittag kommen sie an und laden Ihren Fang in an der Mole parkende Kühllaster.

Zubatac – Zahnbrasse – heißt ein Schiff. Im Hafenbecken schwimmen um deren hölzernen Rumpf jede Menge Meeräschen, 30-40 cm lang. Im Hafen darf man nicht fischen.

Einer der Matrosen spricht deutsch, er bietet mir eine Tüte Makrelen. Ich habe gerade nichts zum kühlen – die Ferienwohnung ist ein gutes Stück weg. Er erzählt vom Fischen, es sei schwere Arbeit, er habe kein Geld, nur Fische.

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Am Abend gehe ich in den Tempel am Forum – in einer Vitrine ist eine schöne kleine römische Löwenfigur ausgestellt. Später gibt es in der Arena ein ‘Spectaculum Antica’, auch mit Löwen. Und Gladiatoren.

Wir verbringen einige Tage im mittleren Teil des Kroatischen Velebit Gebirges, auf dem wunderbaren Kamp Velebit.

Auf einer Wanderung über sie 3 Spitzen der ‘Hausberge’ des Kamp rasten wir zwischen den Kuppen in einem niedrigen Wäldchen auf der ‘Landseite’ des verbindenden Grates. Weiter, von der Kuppe ‘Kuk od Karline Plane’ blickt man weit ins Gebirge oder sieht die Adria mit den vorgelagerten Inseln.

Wieder unten sitze ich an der Reihe knorriger Buchen, die das Kamp nach Norden begrenzt. Dahinter Schafsweiden vor den steil zum Ljubieko Brdo ansteigenden Hängen.

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Der Camingplatz hat eine kleine Küche im Waschhaus – dieses wird fast durchgehend dezent mit einem geschmackvollen Mix aus meist klassischer Musik beschallt. Zum Meer fährt man 30 min die Passtrasse hinab, zu einer schönen Kiesbucht in Karlobag.

Einige Kilometer nördlich erreicht man vom schönen Ort Jablanac nach 20 min Fußweg die tief eingeschnittene Bucht Zavratnica. Die Felsen fallen seitlich steil ab ins tiefe klare Wasser, am Ende gibt es einen flachen Kiesstrand. Motorboote ankern für Badeaufenthalte in der Bucht, Menschen springen von Felsen ins tiefe Wasser oder schnorcheln am Strand.

Zu Beginn unseres Urlaubes verbringen wir einen Tag in Bratislava.

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Wir spazieren durch die Altstadt. Immer, wenn die Familie in Souvenier- oder Essensgeschäften verschwindet, zeichne ich irgendwas auf der Strasse davor.

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Nachmittags geht es zur Burg, erst in den Garten, dann in die in den 1950er/60er Jahren nach Brandzerstörung im Jahr 1811 weideraufgebaute Burg. Es gibt unterschiedliche Austellungen, ganz oben frühgeschichtliche Funde.

Von den die Burg umgebenden Befestigungsanlagen blicken wir und viele andere Touristen über die Stadt und die Donau.

U-Bahn. Der Bärtige schwingt immer vor und zurück. Nur wenn er aus seiner Bierdose trinkt, nicht. Irgendwann ist die leer. Die Beiden daneben gehören dazu. Sie zählen Geld. Nur der Stehende hat welches. Sie diskutieren, wofür es langt. Am Winterfeldplatz steigen sie aus.

U-train. The bearded guy swings forth and back. He only stops when drinking from his can of beer. At some time this is empty. The two aside belong to him. They count money. Only the standing man has some. They discuss, what to buy. Leave at Winterfeldplatz.

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Gestern Abend, zum Veröffentlichungstag des Albums ‘the underside of power’ spielten die Algiers im Musik&Frieden. Es war voll und eng und nah und laut und super.

– liegen zusammengekoppelt am Westhafenkanal.

Diese beiden ‘sehr großen Transportwannen’ werden wohl nie aus Berlin herauskommen. Ihr einziger selbstständiger Antrieb sind die beidseitig angeordneten Winden – man kann nicht mal von ‘Heck’ oder ‘Bug’ sprechen. Dennoch vermitteln sie ein wenig nautische Romantik. Sie sind dieser Wasserwelt zugehörig, deren Netz potentiell überall hin führt.

Starbucks

in der Wilmersdorfer Strasse. (Kaffee)
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Linde

in der Sophie-Charlotte-Strasse (Bier)

Manhatten Burger

Schloßstrasse (Bier+Essen)

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Caras

Ernst-Reuter-Platz (Kaffee)

Langer Wirt

Danckelmannstrasse (Bier)
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