## kalligrafiepapier

Skizzen auf losem oder gebundenem japanischem oder chinesischem Kalligrafiepapier

Im kleinen Vorhof der Heckmannhöfe zur Augustastrasse steht diese herbstfarbene Vespa vor dem mit immer grünen Efeu berankten Hoffassaden. Die Scheinwerfer sind mit Klarsicht-Klebeband geflickt.

Auf dem Weddinger Leopoldplatz sitzen auf den Bänken mit dem Rücken zur Kirche einige Typen mit Bierflaschen in der späten Nachmittagssonne. Auf dem Boden liegt Laub, das der Sturm, kaum dass es sich etwas verfärbt hat, von den Bäumen raufte. Die Sonne verschwindet hinter den Häusern, die Bierflaschen sind leer und werden von einer der Pfandsammlerinnen mit Kopftuch, Schal, Strickjacke und Einkaufstrolley entgegengenommen. Im Schatten wird es schnell kalt.

Der Trinkteufel an der Ecke Adalbert-|Naunynstrasse wurde offenbar renoviert, zumindest soweit ich mich an meinen letzten Besuch vor einigen Jahren erinnere – allerdings ist die Erinnerungen an Besuche in dieser Kneipe nicht immer ganz klar … Ich glaube aber, zumindest an die Schilder mit der Aufschrift: ‘NO SERVICE | NO CREDIT | NO CAMPING | NO WIFI | NO DRUGS’, die nun an den Wänden hängen, würde ich mich erinnern.

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Früher besaß ich mal eine (Vinyl)-LP von Dollar Brand. Ich wurde kein Fan, dazu war mir die Musik zu zurückgenommen und ‘old school’, dennoch habe ich sie manchmal sehr genossen.

Nun kam Abdullah Ibrahim (wie er heute heisst) mit dem Septett Ekaya zum Wassermusik-Festival am HKW.

Auf seinem Flügel platzierte Ibrahim eine A4-Kladde mit einem kleinen Blumenmotiv auf dem Umschlag. Er öffnete sie später und schaute auch hin und wieder drauf, Noten waren es nicht, sondern mit Handschrift ausführlich gefüllte Seiten.

Auch wenn es immer noch nicht ‘meine Musik’ ist, berührte mich der entspannte und perfektionistische Auftritt.

Device user and print reader in Berlin underground train of U2 line on Saturday.

Samstags ist Markt auf dem Boxhagener Platz in Friedrichshain. Wochenmarktübliche und exotischere Lebensmittel und jede Menge Essen-und-Trinken-Stände.

Heute eröffnete das diesjährige (Xte) Wassermusik Festival im Haus der Kulturen der Welt. Auf der wunderbaren Terrasse des ehemaligen Kongresszentrums im Tiergarten gibt es zu meist wunderbarer Musik Abendsonne, Getränke und am Ende einen Film.

Als Hauptgruppe spielte Heute Arto Lindsay & Band. Toll.

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Vor einigen Wochen hat Katrin mir diese Bar gezeigt. In einem Gewölbe unter der S-Bahn, kurz vorm Zoo, gibt es jeden Abend Jam-Sessions, sowie Cocktails, Spirituosen oder Craft Beer am langen Tresen. Die sehr schmale Bühne ist gegenüber. Nur wenige Gäste drehen sich vom Tresen weg, den Musikern zu, aber alle scheinen den Luxus von ambitionierter Live-Musik zu Getränk und Gespräch zu geniessen, und applaudieren entsprechend.

bei Kladow, auf der dem Grunewald gegenüber liegenden Havelseite. Meist plätschert die Havel sanft, wenn Motorboote vorbei fahren schlagen kurze Wellen hektisch ans Ufer.

at Kladow, the bank of river Havel, opposite Grunewald forest. Mostly the water burbles softly, only when motorboats pass, short waves splash against the riverside.

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Über das Wochenende fahren wir nach Westpommern, auf den Pferdehof Podkowa, ein paar Kilometer östlich der Oder.

*Auf der Hinterseite des Wohnhauses ein Baum und eine Bank darunter.

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Hier und da steht oder fährt landwirtschaftliches Gerät herum, z.B. *ein Gülle-Wagen und *ein Ursus-Traktor.

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*Abends ein Feuer für Stockbrot *Der große Stall voller Pferde

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*Am Sonntagnachmittag, grauer Himmel über dem Hof und Donner von fern

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*Letzte Reitstunde, draussen, trotz (ein bisschen) Regen – ich versuche rauszufinden, wie laufende Pferde aussehen …

Voriges Jahr wurden wir wegen der ungenauen Eingabe der Adresse eines Reiterhofes von meiner Navigations-App in der Abenddämmerung auf einer schmalen und buckligen Strasse durch diesen Landschaftschutzpark in West-Pommern, direkt an der Oder, geführt. Auf einer menschenleeren Lichtung hatten wir dann ‘unser Ziel erreicht’. Den Hof haben wir noch gefunden.

Da ich bei unserem diesjährigen Besuch des Reithofes selbst nicht reite, habe ich Zeit, um noch einmal dorthin zu fahren. Am Bach ist ein Parkplatz, ein paar Schritte von der Strasse entfernt sehe ich einen Damm aus Ästen und kegelförmig angenagte Bäume am Ufer des Baches, der sich durch den sumpfigen Wald schlängelt.

Die deutsche und englische Übersetzung der Website des Parkes sind im Aufbau und under construction – der googletranslator bestätigt aber, daß neben vielen Amphibien und seltenen Fischen, Wölfen und Fledermäusen auch Bieber dort leben.

Ich sitze eine Stunde an einen Baumstamm gelehnt. Nur die Vögel sind laut. Ameisen laufen über meine Beine.