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Es ist wieder ‘Wassermusik’ am Haus der Kulturen der Welt

Zuerst spielt die indische ‘Peter Cat Recording Company’, erst eher zurückgenommen, dann zunehmend druckvoll und stets lässig.

Danach Bright Phoebus revisted – der zur Wiederauflage der LP von Lal + Mike Waterson von 1972 gehörige LiveAct, mit Familienmitgliedern, ursprünglichen Musikern der Platte und Gästen – sehr schön.

Ich fahre ohne Ziel mit dem Fahrrad rum, gerate an die Panke und fahre flussauf. An der ‘Rückseite’ des Brunnenplatzes sitzen Menschen auf der Ufermauer des schmalen Flusses im Schatten großer Bäume. Gegenüber die Uferhallen, Backstein und Graffiti.

Am Ende der Uferhallen kreuzt die Badstraße die Panke. An der Einmündung der Buttmannstraße teilen sich ein Saftgeschäft und ein Kebapladen Tische auf der Ecke – Gäste trinken Saft zum Kebap, wg. Sonntag wird der Bagger auf der Straßenbaustelle nicht benutzt.

Der Bürgersteig der Nehringstrasse abends, während ich zeichne wird es dunkler. Graubunt und rot.

Wir bleiben noch einige Tage in einem Mobilheimpark an einem kleinen See in der Ebene zwischen den Bergen des Luberon und der Durance. Neben einer verfallenen kleinen Steinhütte ist diese Walnussbaum von Efeu umrankt. Auf einem daneben liegenden Ast sitzen, wie überall auf Zweigen, Gras oder Schilfhalmen, an den höchsten Punkten kleine weiße Schnecken.

Auf dem Campingplatz gibt es eine Bar mit Restaurant – sehr gallisch wirkende Gäste trinken Bier als Aperitif.

Um die nahe vorbeifließende Durance zu erreichen, muß man durch ein mit Weiden und allerlei Gesträuch bewachsenem Uferbereich laufen. Hier ist der Fluss geteilt – auf unserer Seite ist ein schmalerer Nebenarm mit einigen rauschenden Gefällestücken zwischen gestauten Gumpen vom ruhig und breit fließenden Hauptarm durch eine breite Kiesinsel abgetrennt. An der ‘Pont du Cadenet’ – einer modernen Strassenbrücke – sitze ich in deren Schatten an einem Altarm.

In der Ebene wächst überall dieses übermannshohe Schilf.

Abends wird im Barbereich ‘animiert’, wie z.B. mit einem Karaokeabend, der kurz vor Schluß um 12 partyartig eskaliert.

Am letzten Abend setze ich mich bei Sonnenuntergang in eine Wiese in der Ebene, Zikaden machen krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss krrss kr

Von Avignon fahren wir in das südöstlich angrenzende Luberon.

Auf dem Campingolatz in Bonnieux wohnt auch diese Heuschrecke.

Im nahen Goult gibt es die ‘Fete du Miele’ mit allerlei Honig und Honigprodukten (wie beispielsweise fabelhaftem Eis).

In Gordes hocke ich eine Weile am Brunnen vor dem Schloß und gucke Häuser.

Vom Campingplatz kann man die kleinen Berge hinauf durch Flaumeichen laufen.

Da es sehr heiß ist, kann ich die Familie mit einem Badeversprechen zu römischen Brücke ‘Pont Julien’ locken. Das Flußbett ist dann aber bis auf ein paar Pfützen mit Fröschen drin ausgetrocknet.

Daher fahren wir nach ‘Fontain de Vaucluse’. Man kann im Schatten großer Bäume in der Sorgue waten – sie entspringt hier direkt aus den Felsen und hat konstant 12-13 Grad. Ein Feigenbaum hängt schräg über dem Wasser.

Zum Baden fahren wir an einen kleinen See, der ‘Etang de la Bonde’. Am Strand haben viele Leute pneumatisches Badegetier, am ‘Buvett’ gibt es ‘Glaces _ Sandwiches _ Cafè, Boissons Chaudes et Fraudes’

Zum Spaziergang nach Bonnieux, beim Campingplatz, nehmen wir Wasser mit.

Es ist allerdings auch nicht schwer, Geschäfte zu finden, die andere Getränke verkaufen.

Am Morgen der Abreise vom Camping zeichen ich in Bonnieux den Platz mit der alten Olivenölpresse, bis der Supermarkt auf hat.

Auf einem Brunnenrand finde ich diesen toten Käfer.

In Apt ist Samstag Vormittag Markt – um Eins bauen die Marktmenschen ihre Stände ab.

Wir verbringen 2 Tage in Avignon. Es ist Theaterfestival und entsprechend buntes Gedränge.

Am ‘unteren’ Ende der Rue des Teintures ist es endlich ein wenig ruhiger, man kann auf der Mauer zum Bach verweilen. Ab und zu kommen Leute und schauen dem Mühlrad zu, dass sich tatsächlich dreht.

Cafes sind gut besucht, dauernd bekommt man Flyer in die Hand gedrückt und überall hängen Plakate.

Mit dem Bus fahren wir Abends über die Rhone und den Berg hinauf nach Les Angels, wo unser Hotel ist.

Am nächsten Tag laufen wir noch ein wenig rum, bevor wir weiter, ins Luberon fahren.

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