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Sonntagabend in den Roten Salon der Volksbühne, um 9 ist der Saal recht leer und man hängt auf den Sofas in den Fenster-Nischen rum, dann füllt es sich, und ich stecke im Mittelfeld des Publikums fest, keine Chance, noch weiter nach vorne zu kommen (nur wer unter 170 cm wird wohlwollend vor gelassen).

The Ex spielen fast 2 Stunden (inkl 4 Zugaben) – ich sah sie einmal in den späten 90ern in Kooperation mit einem Percussionisten (dessen Namen ich nicht mehr weiß) und jetzt zum ersten mal pur. Unglaublich druckvoll und rhythmisch, trotzdem transparent, sogar melodisch … wow.

Nach dem Konzert wg. Montagmorgen schnell nach Hause, heute habe ich 2 der vor Ort getinteten Seiten noch angemalt.

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Am nördlichen, noch für Autos erlaubten Teil der Wilmersdorfer Strasse, liegt Wilhelm Hoeck. Ich habe gut 13 Jahre in Charlottenburg gelebt, bevor ich dieses patinierte Lokal entdeckte. Seither verschluckt es mich gelegentlich für 1-2 Stunden.

Es gibt Pilsener Urquell vom Fass – das Erste dauert und zeigt man Zeichen von Ungeduld (kurzes Lidzucken oder Ähnliches) ruft die Schankfrau sofort von irgendwoher ‘Urquell kommt gleich’. Im weiteren Verlauf fragt sie immer genau so, ob man ein weiteres wolle, dass sie gegebenenfalls beim letzten Schluck ein neues, in Ruhe gezapftes Glas rüberreichen kann.

Meist läuft keine Musik (besser).

Man hört die anderen Gäste reden. Ein Wildlederhutträger kommt rein. Von irgendwo links, Frau: ‘Jürgen, wo haste denn das Hemd her. Jürgen. Jürgen! Ist schön, das Hemd. Wo haste das denn gekauft. Jürgen.’

Nachdem der Mann mit Hut weg ist: ‘Ich war beim Friseur und jetzt stehen mir die Haare zu Berge. War halt Scheiße, der Friseur,’

Ich gehe heute nach 2 Bier. Mein Bargeld ist alle.

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An einer Ecke des Klinikgeländes DRK Westend steht, zum Fürstenbrunner Weg/Spandauer Damm dieser Pavilion seit einiger Zeit leer. Vor einigen Jahren aß ich noch eine Pizza in einem Imbiß dort drin, nun sind die Türen versperrt und davor und daneben liegen Gerümpel und Müll.

Auf diesem Bild sieht man den Pavilion ohne anschließende Mauern frei an der aufgeweiteten Strassenecke stehen. Laut dem beigefügten Text und Zitaten wurde er um 1914 von Heinrich Seeling als Blumenhalle mit Bedürfnisanstalt entworfen.

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_ geriet ich in die Linde.

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Zur Premiere eines Fischfilms fahre ich zum Aufpassen mit zum Zoopalast. Ein Security-Mann lässt die beiden Teenager, die ich begleite auch ohne (in Preisausschreiben zu gewinnende oder wg. VIP-Status geschenkte) Tickets in den Film. Der ist lang, so dass ich viel Zeit auf dem breiten Bürgersteig an der Hardenbergstrasse verbringe.

Menschen laufen meist in Gruppen durch die warme Spätsommerluft. Auf dem Breitscheidplatz schimmert das Licht kühl blau durch die verglasten Gitterelemente von Eiermanns oktogonalem Bau, während der Tuff-Klotz daneben hell angestrahlt wird.

Vor dem Zoopalast warten ab ca. 22:00 außer mir noch weitere Menschen im Elteralter, bis, nach schnell mit jüngeren Kindern nach Hause eilenden Menschen, schließlich, als letztes, glückliche Teenager heraustrotten.

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Auf Strassenniveau ist das Moabiter Wikingerufer gesperrt, “da konstruktionsbedingt ein Versagen der Uferwand ohne Vorankündigung möglich ist”, wie auf dem Bauschild vorbildlich umfassend informiert wird.

Ich hoffe, dass die grün lakierte Spundwand noch hält und riskiere von unten am Ufer neben der Wand einen Blick auf die Gebauer Höfe auf der Charlottenburger Seite der Spree.

Vom 2ten bis 4ten September trafen sich deutsche Urbansketcher in München.

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Vor der Seidlvilla in Schwabingen sitzen Zeichner in der Sonne. Nach der Einführung und gegenseitigem Portraitzeichnen auf Bierfilzen – eine schöne (von mir leider nicht dokumentierte) Idee – geht es in ein Irish Pub, in dem wir diesmal Getränke auf Filze stellen und in unseren Heften Zeichnen – mir gegenüber, vor dem Musiker, Henning Janssen.

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Am nächsten Vormittag nehme ich an Jan-Phillip Schwarz’ Workshop zum Spiel mit Material und Stil teil und versuche, wie von Jan-Phillip anhand vieler eigener Beispiele zu einem einzigen Motiv angeregt, mal etwas, was ich sonst nicht mache, indem ich das Siegestor zunächst nur mit Wasserfarbe pinsle, bevor ich nach 20 Minuten wieder zum Füller greife – in dieser Reihenfolge mache ich das sonst nicht und werde das bestimmt irgendwann nochmal machen. Die andere Seite des Tores zeichne ich aber wie gewohnt zuerst mit Tinte ….

Am Nachmittag gebe ich einen eigenen Workshop (den ich leider vergaß, zu fotografieren).

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Am nächsten Morgen treffen wir uns im Hofgarten und schwärmen zum Zeichnen aus. Ich trinke Kaffee in den Korbsesseln der ‘Goldenen Bar’ an der Hinterseite des ‘Hauses der Kunst’.

Am Nachmittag eröffnet in der Seidlvilla die Ausstellung einer Unmenge von Skizzenbüchern – ich muß mich leider bald verabschieden, um meinen Bus nach Berlin zu erreichen.

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Riesen-Dank an Miriam, Jutta und alle Organisatoren und Helfer – es war toll!

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