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_ steht  am ‘East London’ am Mehringdamm. Ich gehe sofort rein, einem unterbewussten Impuls folgend, der sehr im Gegensatz zum auch von mir gepflegten ‘Englisch-Essen-Verunglimpfen’ steht.

Auf diversen Englandfahrten mit kleinem Budget in den 80er Jahren hat sich mein Urteil über Britische Küche gefestigt. Unerfreuliche und teure Erfahungen – ‘Do you eat your Lasagne with chips or with rice?’ – erzählte ich gern.

Das ist ungerecht. Es waren frühe Erfahrungen mit einer neoliberalen Preisstruktur – vermutlich gab es besseres englisches Essen sehr weit außerhalb meines Budgets. Oder manchmal noch innerhalb, wie Fish + Chips an irgendeinem schottischen Hafen, die ich mir mit einer Möwe (einer beschissen großen und bedrohlichen und agressiven Möwe) teilte.

So aß ich auch am Mehringdamm Fisch + Chips, die 2t-besten meines Lebens. Lustigerweise gab es dazu ‘vorzermanschte’ Erbsen – Briten zermanschen Erbsen ja mit der Unterseite der Gabel, um sie an dieser klebend zum Mund zu führen, anders als alle anderen gabelbenutzenden Kulturen, die Erbsen in den Mund schaufeln, und dort mit den Zähnen oder nötigenfalls mit dem Gaumen zerdrücken – ironisches Zitat oder lokale Spezialität?

Egal, mit Newcastle Brown Ale fügte es sich gut.

Auf dem Zinfefest in den kreuzberger Mehringhöfen. Um die Stufenlandschaft des Foyers wuselt das Volk.

Schilder weisen auf die Problematik des ‘ungefragt Leute fotografierens’ hin – ich gehe ungeprüft davon aus, dass ‘ungefragte Leute malen’ ok ist.

Dies scheint mir angesichts des Veranstaltungsanlasses natürlich, und so entsprechend wohlwollend wird man als Pinselnder auch behandelt. Letztes Jahr zeichnete ich vom selben Ort. Neben mir berichtetet ein Typ einer guten Freundin vom letzten Beziehungscrash. Er sieht sich vorher um, ob etwa jemand Unvertrautes zuhört, sieht mich neben sich, bemerkt, daß ich zeichne, ordnet meine soziale Relevanz sofort etwa unter ‘Topfpflanze’ ein und erzählt detailiert weiter.

 

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Grundschul-Benefizkonzert. Schüler spielen Musik, Eltern horchen.

zum Sonnenuntergang.

aus der orangen Unterwelt links unter dem ibis-Hotel durch zum ZOB (Zentralen Omnibus Bahnhof)

Freitag Abend in der ‘Kastanie’.

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Sonntag Abend vor dem ‘Com’.

Heute war ich wieder in der Armenius-Markthalle.

Früher habe ich dort oft gegessen, da war die etwas runtergekommen, jetzt ist sie die ‘Zunfthalle’ und hat einige neue Nutzer (die selbst gemachte Marmelade oder lokales Bier, etc verkaufen), aber auch noch viele der alten Nutzer (darunter auch die Rentner, die tratschen und dabei ihren Morgen-Schnaps trinken).

Heute hatte ich endlich mal nachgeschaut, und in der Wikipedia gelernt, daß der Magistrat in den 1880ern die Berliner Wochenmärkte durch eine Reihe Markthallen ersetzte, die meist von Hermann Blankenstein geplant wurden. Dies erklärt auch die auffällige Ähnlichkeit der ‘Armenius Markthalle’ (Markthalle X) zur Kreuzberger Markthalle IX in der Eisenbahnstrasse.

Zum möglichst direkten vergleich bin ich dann mit div. Zügen dorthin gefahren.

Morgen ist dort ‘Street Food Thursday’ und Fr+Sa Wochenmarkt.

von Berlin ins Rheinland, dann ins Zürich-Oberland.

auf dem Rückweg nach Berlin das letzte Schweizer Münzgeld im Cafe am Schweizer Bahnhof Basel vergeuden. Der Orangensaftpressautomat hilft.

Monthly Archives: October 2013

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